Baum stürzt auf Schienen: Unglück in letzter Sekunde verhindert

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Lucian Berndt
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Baum stürzt auf Schienen: Unglück in letzter Sekunde verhindert

Beitragvon Lucian Berndt » Sa 19. Aug 2017, 07:33

Kurzer Bericht des Südkuriers von gestern:
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Südkurier hat geschrieben:Gerade noch rechtzeitig entging ein Regionalzug am Freitagabend einer Kollision mit einem umgestürzten Baum in Donaueschingen. Dieser war nach einem Sturm auf die Gleise gekracht.

Schrecksekunde um 19.45 Uhr: Ein Regionalzug aus Neustadt kommend war unterwegs nach Donaueschingen, als zwischen Allmendshofen und dem Hauptbahnhof plötzlich ein Baum auf den Gleisen lag. Dieser war nach einem Unwetter mit Starkregen und Sturm umgestürzt und hatte dabei auch die Oberleitung mitgerissen.

Da der kurz darauf folgende Zug von einer Diesellok angetrieben wurde, blieb der Schaden an der Oberleitung zunächst unbemerkt. Der Triebfahrzeugführer erkannte die Gefahr aber glücklicherweise rechtzeitig und konnte dank des eingeleiteten Bremsvorgangs die drohende Kollision verhindern.

Der mit knapp 50 Personen besetzte Zug kam knapp vor dem Stamm zum Stehen. Die Bahn sperrte daraufhin die Strecke, alarmierte den Notfallmanager und ließ auch die Feuerwehr Donaueschingen an die Einsatzstelle rufen. Diese rückte über den Festplatz "Gerbewies" an, musste sich jedoch erst durch Gestrüpp und über einen Bach einen Zugang zur Einsatzstelle verschaffen.

In Absprache mit dem Notfallmanager zerkleinerten die Einsatzkräfte den Baum und entfernten weitere Äste. "Das Problem war hierbei die unter Spannung stehende Oberleitung – der Sägenführer musste deshalb mit besonderer Vorsicht vorgehen", berichtete der stellvertretende Kommandant Philippe de Surmont vor Ort.

Während des Einsatzes verblieben die Fahrgäste im Zug, dieser konnte nach rund einer Stunde seine Fahrt fortsetzen, als der Stamm von den Gleisen geschafft wurde. Nachdem kurz darauf der Ringzug die Einsatzstelle passiert hatte, kümmerten sich die Einsatzkräfte um die weitere Beseitigung der Äste vom Gleisbett.

Anschließend wurde die Einsatzstelle wieder an den Notfallmanager übergeben. Wie groß der Schaden an der Oberleitung ist, konnte bisher noch nicht gesagt werden.


Lg Lucian

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Re: Baum stürzt auf Schienen: Unglück in letzter Sekunde verhindert

Beitragvon Tf Reinhard » Sa 19. Aug 2017, 09:04

Eine Diesellok - naja, Zeitungsschreiber halt. Mit der Zeit stimmt allerdings auch nicht ganz. Da hat man sich dann um eine halbe Stunde vertan. Für Otto Normalverbraucher und Zeitungsleser vielleicht unwichtig, aber wenn man schon "exakte" Zeiten angibt, dann sollten sie schon stimmen.

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Re: Baum stürzt auf Schienen: Unglück in letzter Sekunde verhindert

Beitragvon KBS720 » Sa 19. Aug 2017, 09:39

Hallo,

Lokaljorunalismus vom Feinsten. Die Oberleitung war bereits geerdert als die Feuerwehr eintraf dank Notfallmanager mit Heimvorteil. *B-)* Betroffen war der 3217 (RDO an 19.09) aus Neustadt. Betroffen war der 611 024. 88125 stand derweil in Hüfingen und fuhr mit +99 ab Donaueschingen noch auf Immendingen, allerdings ohne Leute. So das in Schwenningen bereits nur noch +83 auf der Uhr waren. Aber trotzdem Glück im Unglück, aber auch wieder Murphys Gesetz das er genau die letzten Meter Fahrleitung getroffen hat.


Grüße Andreas
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Re: Baum stürzt auf Schienen: Unglück in letzter Sekunde verhindert

Beitragvon Tf Reinhard » Sa 19. Aug 2017, 12:25

Wäre die Oberleitung noch nicht geerdet gewesen, hätte der mit der Kettensäge sicher den Turbo eingelegt. Was ich nur nicht verstehen kann: warum hat man den folgenden Ringzug, der auf Gleis 5 wendete nicht gleich zurück geschickt, also den Umlauf geändert? Dann hätte der aus Hüfingen nur noch bis Villingen fahren müssen. So saß im Rottweil ein Immendinger Tf, der über eine Stunde auf seinen Zug warten musste. Die restlichen Tf, die dann noch in diesem Bereich unterwegs waren, hätten alle noch ihre Heimatdienststellen mit 88131/88142 und zwischenzeitlich gegenseitigen Umsteigen erreicht.

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Re: Baum stürzt auf Schienen: Unglück in letzter Sekunde verhindert

Beitragvon R.T.B. » Sa 19. Aug 2017, 14:37

Das mit dem "unter Spannung stehend" ist ja in der Zeitung ein Zitat vom Kommandanten der Donaueschingen Feuerwehr. Ich glaube, da hat man sich einfach missverstanden. Wenn man sich die Bilder so anschaut, dann musste man tatsächlich vorsichtig mit der Säge vorgehen, da die Oberleitung beim Sägen wirklich unter Spannung stand. Allerdings nicht unter Stromspannung, sondern unter Zugspannung. *:-)*


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