Ein TF berichtet

Alles zur Strecke Basel - Waldshut - Schaffhausen - Singen kann hier rein.
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Ein TF berichtet

Beitrag von Bahner » So 4. Nov 2018, 20:35


Karl Müller
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Re: Ein TF berichtet

Beitrag von Karl Müller » Mo 5. Nov 2018, 07:14

Danke für den link.
Eigentlich nichts neues, oder?

Tja, nun stellt sich mir aber immer wieder die Frage - warum die 612 so störanfällig sind, und, warum sie noch fahren!?

Klaro, sie sind noch nicht abgeschrieben, und, es ist vertraglich vereinbart.

Aber, wer saß bei den VertragsVerhandlungen am Tisch, wer hat "ja" gesagt zum Einbau der Hublifte ( = hat das Mensch wo hier zugestimmt hat nicht gewußt das es schiefgeht;)

Wenn ein Netz mit Neigetechnik ausgeschrieben wird, wenn Gebrauchtfahrzeuge zugelassen werden, na, welcher Verkehrsbetrieb MUß es gewinnen?

Wenn das einbe "echte" Ausschreibung war/ist.....naja, soll nur einer sagen bei uns würde ales immer rechtens zugehen...

und, wer darf`s ausbaden -

richtig, das Fußvolk vor Ort bzw der Fahrgast.

Prosit!

Oli

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Re: Ein TF berichtet

Beitrag von Vielfahrer » Mo 5. Nov 2018, 07:52

Hallo,

da stellt sich noch die Frage, wie lange das noch mit dem "ausbaden" dauert. Die Elektrifizierung der Hochrheinbahn wird wohl kaum bis 2025 abgeschlossen sein. Nach meinem Kenntnisstand aber lässt die Schweiz den VT 612 schon deutlich vorher nicht mehr ins Land...

Viele Grüße vom Vielfahrer

Markus_LoC
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Re: Ein TF berichtet

Beitrag von Markus_LoC » Mo 5. Nov 2018, 10:23

Hallo zusammen,

in der Tat praktisch nur ein Artikel von vielen zu diesem Thema, ohne wirklich neue Erkenntnisse.

Ich persönlich habe mich abseits des 612-Themas mehr an der unqualifizierten Aussage über einen vorrangigen Ausbau des Güterverkehrs nach der Elektrifizierung der Hochrheinbahn gestört.
Mit solchen Ankündigungen sollte man nicht leichtfertig an die Öffentlichkeit gehen, befürchten doch die Anwohner damit sofort unerträglichen Lärm, was nicht gerade förderlich für die Akzeptanz dieses Projektes ist (unabhängig davon wie groß oder klein der Lärm tatsächlich ist).

Dazu kommt, dass diese Annahme "der Güterverkehr wird zunehmen " schlicht falsch ist, denn wer soll denn in Zukunft die Hochrheinstrecke in großem Stil dazu nutzen?

- Es gibt keine nennenswerte Industrie mit Bahnanschluss entlang der Strecke (Chemie Rheinfelden und Holzverlad in Murg werden mit großer Wahrscheinlichkeit auch nach der Elektrifizierung noch mit Diesellok o.ä. von Basel aus gefahren werden, da es sich um eine Nahbedienung handelt)
- Für Züge Rtg. Schweiz ab Basel ist die Strecke ungeeignet, da in Schaffhausen Kopf gemacht werden müsste
- Für Züge Rtg. Österreich ist die Strecke ungeeignet, da man ab Singen weiterhin die Kapazitätsprobleme + Längenbeschränkung im Korridor durch die Schweiz hat
- Für Züge nur nach Singen aus Rtg. Norden ist der Weg via Basel länger (davon gibt es ohnehin nur noch eine sehr geringe Zahl)
- Soll es mit der Elektrifizierung zu Taktverdichtungen kommen (u.a. IRE Halbstundentakt), was die Trassenverfügbarkeit stark reduziert

Gruß
Markus

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Re: Ein TF berichtet

Beitrag von Sascha » Mo 5. Nov 2018, 11:44

Hallo,

ich war am langen Wochenende auf der schw. Alb beim Fotokollege Friederich und habe die 612er erlebt.

Ich bin am Donnerstag von Immendingen (mein Anschluss in Donaueschingen hat nicht geklappt, weil die SWB Verspätung hatte) nach Sigmaringen im 612er gefahren. Hier störte mich auf jeden Fall der zu kleine 1. Klasse-Bereich (8 Sitze, je 4 mit einem Tisch). Mit mir stiegen insgesamt 6 Personen in die erste Klasse. 3 liefen zum ersten Fahrzeug, ich und ein älteres Pärchen ins zweite Fahrzeug. Die Ledersitze quietschten und waren auch "kalt", allerdings bequem. Allerdings habe ich mir öfters das Knie an der Tischaufhängung angestoßen, für Größere Leute ist das nix.

Im übrigen musste in Fridingen die Neigetechnick ausprobiert werden, unsere Einheiten neigten sich mehrmals nach Links und Rechts, während er stand.

Am Freitag gings nach Friedrichshafen, da kann ich nicht sagen.

Am Samstag ging es wieder heim. In Sigmaringen stand eine Einheit 612 als RE nach Ulm, dieser hatte schon beim Anlassen Probleme, der stotterte wie ein alter Hanomag beim Anlassen un brauchte fünf Anläufe. Auch bekam er nur eine Anlage gestartet. Kurz vor Einfahrt meines Zuges bekam er endlich die zweite Anlage zum laufen.

Innen drin sind die Kisten genauso wie die 611er, vielelicht ein bisschen leiser.

WLAN und sämtliche Bildschirme in den Fahrgasträumen und auch Türen, die in "Klassen" trennten, gingen nicht.

So, das war mein Eindruck.

Gruß

Sascha
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Re: Ein TF berichtet

Beitrag von Rangierer » Mo 5. Nov 2018, 14:49

Mahlzeit zusammen,

bei der ganzen Misere um die 612 stellt sich mir die Frage, ob es nicht möglich und besser wäre, das Netz 5 vorzeitig zu kündigen stattdessen neu auszuschreiben und dann ggf. LINT (gibts die eigentlich auch in der 160er-Variante?) einzusetzen? Alternativ wäre es ja vielleicht auch möglich die LINT so im Netz 5 einzusetzen?
So ähnlich wie im Netz 16 an der Bodenseegürtelbahn wo das Land ja auch fünf neue LINT zur Verfügung stellt. Neben den LINT wären zum Beispiel auch die Stadler Wink mit Dieselantrieb denkbar.
Arriva hat ja den Wink mit Elektro und Dieselantrieb bestellt, wobei der Dieselantrieb bei Bedarf gegen Batterien ausgetauscht werden kann. Durchaus also auch für den Ersatz der 612 denkbar.

Dass es mit der Elektrifizierung bzw. den alternativen Antrieben so schnell geht, dass da eine rasche Ablösung der 612 kommt wage ich zu bezweifeln.

Besserung ist bei den 612 ja noch lange nicht in Sicht.

Viele Grüße,

Tobi
"Man muss die Bahn zu den Menschen bringen und nicht die Menschen zur Bahn!"
Dr.-Ing. E.h. Dieter Ludwig


HIER gibts eine stets aktuell gehaltene Übersicht zu den Fahrzeugen im bwegt Landesdesign

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Re: Ein TF berichtet

Beitrag von KBS720 » Mo 5. Nov 2018, 15:15

Hallo,

ja Regio/RAB ist wieder Schuld für Dinge die absehbar waren und auch sicher beim Land bekannt waren.
Rangierer hat geschrieben:
Mo 5. Nov 2018, 14:49
Alternativ wäre es ja vielleicht auch möglich die LINT so im Netz 5 einzusetzen?
Vom Regen in die Traufe? Lieber nicht, dann doch eher gucken das man 611 ans Laufen bekommt und so Geschichten wie Rottweil-Villingen dauerhaft auf die umstellt. Da ist ein Fahrzeug eh immer gebunden, was am Tag 1 gut 90 min fährt und dann fast 14 Stunden herum steht. Aber es hatte schon seine Gründe warum es mit fast 50 611er gerade so geklappt hat früher *:-P*

Grüße Andreas
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