Fahrplankonferenz am 22. Februar

Sonstiges, worüber man sich das "Maul" zerreisen kann.
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Fahrplankonferenz am 22. Februar

Beitragvon Vielfahrer » Do 8. Feb 2018, 22:29

Hallo,

am 22. Februar findet in den Räumen der IHK in Villingen-Schwenningen wieder die Frühjahrs-Fahrplankonferenz statt. Auf der Tagesordnung stehen aktuelle Informationen zum Nahverkehr in Baden-Württemberg, der laufende Jahresfahrplan 2018 und Planungen zum Jahresfahrplan 2019 mit den Ergebnissen bereits abgeschlossener Ausschreibungen, Planungen zum SPFV, SPNV und Fahrplananträge, die Vernetzung Bus-Schiene und die Betrachtung und Bewertung von Fernbusangeboten.

Viele Grüße vom Vielfahrer

Robin
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Re: Fahrplankonferenz am 22. Februar

Beitragvon Robin » Fr 9. Feb 2018, 11:08

Vielfahrer hat geschrieben:Hallo,

Auf der Tagesordnung stehen (...) der laufende Jahresfahrplan 2018 und Planungen zum Jahresfahrplan 2019


Hallo Vielfahrer,

vielleicht bin ich der einzige, der sich daran stört: Ich fahre so alle vier bis sechs Wochen freitags - meist zur Schulzeit - nach Schwenningen zum Kieferorthopäden. Die Hinfahrt ist ganz angenehm. Meist fahre ich um 14:50 in Trossingen Stadt ab und dort mit dem Ringzug weiter nach Schwenningen. Umgekehrt meist mit dem Ringzug um 15:50 Uhr zurück nach Trossingen Bahnhof und weiter in die Stadt.
Zu dieser Zeit sind immer - wohlgemerkt zur Schulzeit - solo RS1 unterwegs. Ich bilde mir ein, dass das im letzten Fahrplan nicht so schlimm war und zuvor mehr doppelte Züge fuhren (kann mich jetzt aber auch täuschen). Jedenfalls wäre es schön, wenn man vielleicht zum kleinen Fahrplanwechsel oder für 2019 die Kapazitäten noch besser ausweiten könnte. Klar, wenn meine zwei Verbindungen ausgerechnet die einzigen sind, in denen man sich nun quetscht, wird da niemand etwas ändern. Aber ich finde, wenn da noch bei anderen Zügen nahe am Rande der Kapazitäten gefahren wird, sollte man vielleicht doch etwas machen.
Vielleicht kann unser Bahnfreund statistisch bessere Argumente bringen? *schaffner*

Wie gesagt, nur eine kleine Anmerkung. Ansonsten läuft es meinen Erfahrungen nach ziemlich gut. Auch die RE haben sich mittlerweile an das viele Anhalten gewöhnt. In letzter Zeit kamen sie nahezu alle pünktlich aus Trossingen raus, wenn ich dort unten war.

Viele Grüße
Robin

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Re: Fahrplankonferenz am 22. Februar

Beitragvon Vielfahrer » Fr 9. Feb 2018, 12:27

Hallo Robin,

im alten Fahrplan sind in einem Zwei-Stunden-Block ein VT 611 alle zwei Stunden und ein RegioShuttle jede Stunde in Richtung Rottweil gefahren. Jetzt verkehrt nur ein VT 611 abwechselnd mit 1 RegioShuttle. Das ist rechnerisch alle zwei Stunden ein Shuttle weniger auf der Strecke Villingen - Trossingen. Ob speziell der Zug um 15:39 Uhr ab Villingen nach Rottweil früher zwei Shuttle hatte, weiß ich nicht. Angebracht wäre es am Freitagnachmittag schon, ebenso auch unter der Woche bei der Leistung um 17:39 Uhr. Diesen Zug nutze ich oft. Zwischen Villingen und Trossingen gibt es meist Stehplätze, ab Trossingen nach Rottweil müsste niemand mehr stehen. Am Freitagnachmittag sind die Züge generell voller als unter der Woche. Grund sind die Wochenendpendler, z.B. Internatsschüler, Studenten usw.
Man sieht das ja auch an den Flixbus-Fahrplänen. Manchmal fährt da dienstags und mittwochs gar keiner, am Freitag und Sonntag dafür umso mehr.
Wenn man den Zug um 15:39 Uhr in der Kapazität erhöhen würde, dann muss man aber bedenken, dass vermutlich von Villingen bis Immendingen oder gar Blumberg doppelt gefahren werden muss, weil die Zeit in Rottweil ja nicht ausreicht, um ein Fahrzeug abzustellen bzw. man würde einen Extra-Lokführer benötigen, der das vornimmt. Dadurch fallen natürlich deutlich höhere Kosten an. Wenn es da "nur" um die ca. 6 Minuten von Schwenningen nach Trossingen Bahnhof geht, wo viele Fahrgäste stehen müssen, muss man dies deshalb wohl hinnehmen. Grundsätzlich geht man davon aus, dass ein Shuttle ca. 71 Sitzplätze hat und dass bis zu 125 Fahrgäste incl. Stehplätzen auf kürzeren Strecken befördert werden können. Zwischen Tuttlingen und Immendingen waren es mal sogar 160, die ich gezählt habe beim 88667 (Tuttlingen ab 16:02). Der Zug war wirklich vollgestopft gewesen und wies Stehplätze bis Geisingen-Hausen auf. Inzwischen laufen hier aber zwei Shuttles.

Mittelfristig könnte sich die Situation zwischen Villingen und Schwenningen bzw. Trossingen aber verbessern. Wenn nämlich der Ringzug nach St. Georgen erweitert wird, dann ist vorgesehen, in Villingen die aus Bräunlingen und St. Georgen eintreffenden Shuttles ab Villingen gemeinsam nach Rottweil zu fahren. Der Bräunlinger Shuttle würde dann nach Tuttlingen weiter fahren, der St. Georgener Shuttle würde bis Rottweil Stadtmitte verkehren. Aber dies ist noch "Zukunftsmusik".

Gemäß dem Zielkonzept 2025 des Landes Baden-Württemberg sollen an Mo-Fr 8 zusätzliche Züge zwischen Villingen und Trossingen Bahnhof vorgesehen werden, da es sich hier um den im gesamten Ringzuggebiet am stärksten frequentierten Abschnitt handelt. Die Strecken Donaueschingen - Villingen und Rottweil - Tuttlingen sind zwar auch nicht schlecht, aber die Anerkennung von Verbundfahrscheinen in den IC hat doch dafür gesorgt, dass "Langstrecken"-Fahrgäste vom Ringzug auf den IC gewechselt sind (hätte ich bei einem Fahrzeitunterschied von 15 zu 40 Minuten sicherlich auch gemacht). Und zwischen Hüfingen und Villingen wird sich die Breisgau-S-Bahn sicherlich auch stark zuungunsten des Ringzugs auswirken. Wenn man dann zwischen Donaueschingen und Villingen alle 30 Minuten eine Schnellverbindung hat, bleiben dem Ringzug hautpsächlich nur die Fahrgäste dazwischen. Und zwischen Rottweil und Villingen teilen sich die Fahrgäste auf DB-Regio und Ringzug auf. Nur zwischen Trossingen Bahnhof und Trossingen Stadtbahnhof bzw. von Immendingen nach Blumberg-Zollhaus sind nur Ringzüge unterwegs, allerdings auch der eine oder andere Bus, da es an ausreichend Fahrzeugen mangelt.

Viele Grüße vom Vielfahrer

Bahnfreund
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Re: Fahrplankonferenz am 22. Februar

Beitragvon Bahnfreund » Fr 9. Feb 2018, 12:40

Hallo Robin,

deine Beobachtungen sind korrekt. Noch vor der Fahrplanumstellung lief der 88109 als Doppeltraktion,
und diese war bereits gut ausgelastet. Seit dem Fahrplanwechsel fährt der 88677 RVL ab 15:39 Uhr nur
noch als Solo-RS. Bereits von RDO her sind die Züge gut gefüllt. Von meinen Kollegen hatte ich diese In-
formation auch schon bekommen, dass die Fahrgäste teilweise wie Ölsardinen in dem Zug eingequetscht
sind. Vor wenigen Tagen konnte ich das auch am Bahnhof Villingen selbst beobachten. Auch die Tf sind
mit dieser Situation völlig unzufrieden.

Kürzlich konnte ich darüber mit Vielfahrer auch sprechen. Nach Fasching werde ich mir diesen Zug mal
näher betrachten und auch eine Zählung zur Unterstützung für die Information an den ZVR und an die
HzL machen. Mal sehen, welche Änderungen dann zu welchem Zeitpunkt einfließen werden.

Viele Grüße
Bahnfreund

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Re: Fahrplankonferenz am 22. Februar

Beitragvon Vielfahrer » Fr 9. Feb 2018, 12:54

Die in Villingen zur ungeraden Stunde Minute 39 abfahrenden Ringzüge nach Rottweil waren in der Tat bislang immer gut besetzt gewesen. Das hing damit zusammen, dass sie in Donaueschingen den Anschluss vom RE Neustadt - Donaueschingen - Ulm aufgenommen haben. In der anderen Stunde blieben die Fahrgäste in Richtung Villingen ja gleich im VT 611 nach Rottweil sitzen.

Ab 1. Mai nun entfallen alle VT 611 aus Neustadt. Stattdessen muss jeder Fahrgast einen SEV-Bus nach Donaueschingen nehmen. Ein beträchtlicher Teil der Fahrgäste wird ganz wegbleiben, weil eine Linienbusfahrt bis nach Freiburg sicherlich nicht attraktiv ist. Wie sich die Nachfrage dann ab 1. Mai verändert, das wird man sehen. Ab Ende 2019 würde ich davon ausgehen wollen, dass die Ringzugkapazitäten zwischen Bräunlingen und Villingen nur noch im Ausnahmsfall einen Verstärker erfordern, da die Breisgau-S-Bahn für Hüfingen, Donaueschingen und Villingen attraktiver ist. Der Druck wird dann hauptsächlich zwischen Villingen und Rottweil entstehen, auch zwischen Villingen und Schwenningen, weil die Stadtbusse doch nahezu doppelt so lange brauchen wie der Zug.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Fahrplankonferenz am 22. Februar

Beitragvon Kilian » Fr 9. Feb 2018, 12:59

Hallo in die Runde,
das gleiche gilt seit dem Fahrplanwechsel für den 88676 ab Rottweil um 16.47. Da ich und meine 3 Mitpendler da jeweils Mo-Fr ab Rottweil bis mindestens Schwenningen stehen dürfen (nur noch ein RS statt bislang 2) haben wir jetzt an den Tagen, an denen wir nicht früher (oder später) Feierabend haben eine Fahrgemeinschaft gebildet. Folge ist halt, dass wir statt an 5 jetzt an 1-2 Werktagen pro Woche den Zug nutzen... (zum Verständnis: hin war das schon immer so, aber hin UND zurück Sardinenbüchse ist nicht ganz so prickelnd)

viele Grüße

Kilian

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Re: Fahrplankonferenz am 22. Februar

Beitragvon KBS720 » Fr 9. Feb 2018, 14:06

Hallo,

Vielfahrer hat geschrieben:Wenn man den Zug um 15:39 Uhr in der Kapazität erhöhen würde, dann muss man aber bedenken, dass vermutlich von Villingen bis Immendingen oder gar Blumberg doppelt gefahren werden muss, weil die Zeit in Rottweil ja nicht ausreicht, um ein Fahrzeug abzustellen bzw. man würde einen Extra-Lokführer benötigen, der das vornimmt. Dadurch fallen natürlich deutlich höhere Kosten an. r

Also 6min mussten in Villingen auch schon zum Richtungswechsel und Fahrzeuge trennen reichen. Das war zum Beispiel beim 17:32/17:39 in Villingen im alten Fahrplan, ebenso beim 18:33/18:39. Im jetzigen Fahrplan gibts sogar in Schwenningen das 4 min Kaisermanöver, mit trennen und Fahrrichtungswechsel. Unter +2 kommt der Sprinter Ringzug allerdings nie in Villingen an. Gut da könnte man noch 1min der La abziehen, aber er kommt auf jeden Fall nie plan an.

Grüße Andreas
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Re: Fahrplankonferenz am 22. Februar

Beitragvon Robin » Fr 9. Feb 2018, 14:51

KBS720 hat geschrieben:Im jetzigen Fahrplan gibts sogar in Schwenningen das 4 min Kaisermanöver, mit trennen und Fahrrichtungswechsel.


Und laut RIS und Schwenninger Fahrplanaushang soll der in Schwenningen noch auf 2 umsetzen. *:-D* Mal sehen, wann das geändert wird.

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Re: Fahrplankonferenz am 22. Februar

Beitragvon Vielfahrer » Fr 9. Feb 2018, 21:43

Hallo,

das wird möglicherweise bald geändert. Der Zug sollte doppelt bis Trossingen fahren, dann die vordere Einheit weiter nach Rottweil. Der "Express" von Schwenningen nach Villingen würde dagegen wieder aus dem Programm genommen. Ich denke, auf der Fahrplankonferenz wird dazu etwas zu hören sein.
Hintergrund für diese Maßnahme ist die RB 22305 von Eutingen nach Villingen. Diese kommt zu spät für die Waldorfschüler nach VS-Zollhaus. Sie sind inzwischen (hoffentlich nur vorübergehend) vom Zug auf die Straße ausgewichen, da sie jeden Morgen zu spät kommen.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Fahrplankonferenz am 22. Februar

Beitragvon Bahnfreund » Do 22. Feb 2018, 20:14

Hallo und guten Abend Vielfahrer,

ich gehe fest davon aus, dass Sie heute an der Fahrplankonferenz teilgenommen haben.

Gibt es Neuigkeiten zu den Ringzugumläufen oder andere interessante Themen, die die
KBS 742 und KBS 743 betreffen? Niemand außer Ihnen kann besser, ausführlicher und zeit-
naher informieren.

Viele Grüße
Bahnfreund


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