Heute VT 612 im Schwarzwald

Alles zur Donaubahn (Donautalbahn) kann hier rein.
Eine Überschneidung mit der Höllentalbahn ist möglich.
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KBS720
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Re: Heute VT 612 im Schwarzwald

Beitrag von KBS720 » Mo 9. Jul 2018, 22:55

Hallo,

das wäre auch ein Wunder gewesen wenn teilweise gerade einmal ein bis zwei Jahre jüngere ausgelutschte Triebwagen besser funktionieren würden. In Villingen wurden schon mal zwei abgeholt die gar nicht mehr liefen. Aber immerhin sehen sie schön aus und haben WLAN *kino*

Grüße Andreas
*schaffner* Das Bahnkutscher Wiki last update Juni 2014
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Stinkt und macht en hufe Krach, 218 des isch halt ä Sach

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Re: Heute VT 612 im Schwarzwald

Beitrag von Vielfahrer » Mo 9. Jul 2018, 23:08

Bin heute um 15:42 von Basel Bad Bf nach Rheinfelden gefahren. Zug nach Ulm als Solo-612. komplett besetzt, auch in der 1.Klasse haben die 8 Plätzchen nicht gereicht. Von Rheinfelden bis Engen bin ich dann später mit einem Dienstwagen der DB gefahren, ab Engen mit der Schwarzwaldbahn bis Villingen. Auf den dort stehenden VT 611 nach Eutingen sind immerhin 6 Reisende umgestiegen. In Eutingen waren es 5 auf die RB nach Herrenberg. Jetzt wartet noch der 650er der Ammertalbahn. War heute über 800 km unterwegs. Alles pünktlich, alle Anschlüsse erreicht.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Heute VT 612 im Schwarzwald

Beitrag von mumml » Di 10. Jul 2018, 02:05

Salü!

Der IRE 3040 heute am Montag morgen 7:00 ab Friedrichshafen Richtung Basel fuhr auch als solo 611. Letzte Woche schon fuhr der IRE Basel Richtung Ulm am Hochrhein teilweise mit nur einer statt zwei Einheiten 612.
Schade, dass die Fahrzeugverfügbarkeit nicht besser wird.

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Re: Heute VT 612 im Schwarzwald

Beitrag von Karl Müller » Di 10. Jul 2018, 08:43

Hallo,

was erwartet Ihr( wir) von der FiBa Ulm? Wunder? Never ever. Leider scheinen die Ihren Laden nicht im Griff zu haben. Schade. Ich kann nur empfehlen mit den Kemptener 612 zu fahren, den Roten Würsten, da merkt man den Unterschied!
Oli

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Re: Heute VT 612 im Schwarzwald

Beitrag von Vielfahrer » Di 10. Jul 2018, 15:18

Nein, Oli, Wunder sollte man nicht erwarten. Aber ist es zuviel verlangt, dass das Verkehrsunternehmen die Leistung, die es angeboten hat, auch zuverlässig erbringt?

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man die stark nachgefragten Züge ab Basel über Singen - Friedrichshafen nach Ulm als Solo-VT 612er-Fahrten bestellt hat. Der Sache ist auch nicht gedient, wenn beim RAB empfindliche Kürzungen der Vergütung vorgenommen werden. Die Fahrgäste werden durch die mangelhafte Leistung massiv vergrault - und das im Vorfeld einer Elektrifizierung und eines beabsichtigten 30-Minuten-Takts auf der ganzen Strecke. Das passt irgendwie nicht zusammen. Mich wundert oder zumindest überrascht es, dass die Managementgesellschaft NVBW hier nicht entschieden auf den Plan tritt. So richtig ich die Überlegungen zur Reaktivierung der Wutachtalbahn finde, so wundere ich mich doch, dass man fürs kommende Wochenende eine Sonderfahrt vermutlich mit dem 798er-Schienenbus ab Horb nach Waldshut plant (hängt so jedenfalls im Bahnhof Horb auf einer ergänzenden Info aus), andererseits aber tatenlos zusieht, wie der Verkehr am Hochrhein (seit Jahren) geschädigt wird und schleichend zugrunde geht.

Aber nicht nur hier, auch zwischen Tübingen und Stuttgart geht's schief. Heute morgen wollten Mitarbeiter des RP Tübingen mit dem Zug nach Stuttgart zu einer Verhandlung vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim fahren. Weil ich grundsätzlich der DB-Regio nicht über den Weg traue, bin ich schon um 7:37 Uhr mit dem RE gefahren. Das hat optimal geklappt. Der folgende IC-Zubringer um 7:57 Uhr ab Tübingen ist schlicht und einfach im Abschnitt Tübingen - Plochingen ausgefallen, so dass die RP-Vertreter dann eine Stunde zu spät angekommen sind. Bei der Weiterfahrt der verschiedenen Parteien (Kläger, Beklagte, Anwälte, Beigeladene) ab Mannheim hat dann auch nichts gepasst. Mehrere ICE hatten Verspätungen bis zu einer Stunde. Grund soll ein Böschungsbrand zwischen Frankfurt und Mannheim gewesen sein bzw. in der Gegenrichtung technische Probleme an den Fahrzeugen.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Heute VT 612 im Schwarzwald

Beitrag von Vielfahrer » Di 10. Jul 2018, 21:29

Der Mangel an einsatzfähigen VT 612 scheint wirklich groß zu sein. So bin ich heute Abend mit dem RE 3215 gefahren. Als Fahrzeug diente ein leicht versiffter VT 628. Zwischen Basel und Singen wiederum wurde angezeigt, dass die Züge heute einteilig verkehren würden. Und die Beobachtung weiter oben in diesem Thread kann ich bestätigen. In Ulm stehen derzeit außergewöhnliche viele VT 612 westlich des Hauptbahnhofs. Da ich am Donnerstag bei der SWU zu tun habe, will ich mal das Zählen anfangen.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Heute VT 612 im Schwarzwald

Beitrag von mumml » Mi 11. Jul 2018, 00:22

Kann man irgendetwas tun, dass es besser wird?
Bringt es etwas, der NVBW zu schreiben? Oder Politikern vor Ort?

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Re: Heute VT 612 im Schwarzwald

Beitrag von Vielfahrer » Do 12. Jul 2018, 18:23

Hallo,

heute bin ich nach Ulm zum RAB (Bus) gefahren. Um 9 Uhr wollte ich in Tübingen einsteigen und via Stuttgart nach Ulm fahren. Der Zug war aber mit 20 Minuten Verspätung angekündigt gewesen, weshalb ich kurzfristig umdisponiert habe und den Weg über Sigmaringen einschlug.

Es kam aus Stuttgart pünktlich ein vierteiliger VT 612. Die beiden hinteren Zugteile wurden in Tübingen abgestellt, der mittlere fuhr dann nach Rottenburg und der vordere, in den ich eingestiegen bin, nach Aulendorf. In Dusslingen hatten wir dann einige Minuten Aufenthalt, um den verspäteten IRE 3254 (Ulm - Aulendorf – Stuttgart) zu kreuzen. Da hatte ich immerhin schon 6 VT 612 in Aktion gesehen. Weitere Kreuzungen in Mössingen, Laufen und Storzingen zogen dann wegen der Eingleisigkeit auch den Gegenverkehr in die Verspätungsfalle. In Sigmaringen bin ich ausgestiegen und wollte auf den 3207 nach Ulm (ab 10:30 Uhr) gehen. Nachdem ich einen Kaffee getrunken hatte, ging ich wieder auf den Bahnsteig. Dort stand immer noch der IRE nach Aulendorf. Er wartete einen aus Ulm kommenden RegioShuttle ab und fuhr dann erst gegen 10:25 Uhr ab. Zum Glück habe ich in meinem Handy nachgeschaut, wann der 3207 Uhr exakt abfährt und ab welchem Gleis – und siehe da – er war als Ausfall gekennzeichnet. Flugs bin ich also nach der Kaffeepause wieder in den IRE nach Aulendorf rein, der inzwischen auch noch eine ganze Schulklasse aufgenommen hatte. Nach Herbertingen war die Kreuzung, die normalerweise in Bad Saulgau stattfindet, verlegt worden. Dann ging es endlich weiter. Aulendorf erreichten wir um 11:04 Uhr, der RE nach Ulm – Stuttgart, in den viele ab Sigmaringen wegen des Ausfalls des 3207 eingestiegen sind, wurde aber planmäßig um 11:02 Uhr auf die Fahrt geschickt und es standen nur noch Anschlusszüge der BOB nach Friedrichshafen und ein RegioShuttle nach Leutkirch im Bahnhof. Auf die Durchsage im Zug bei der Einfahrt nach Aulendorf, dass wir auf die Lautsprecherdurchsage wegen unserer Anschlüsse warten sollten, wartete ich vergeblich. Alles blieb still, es ärgerten sich nur die Reisenden.

Ich ging dann zur Aufsicht, die es dort noch gibt und fragte nach, warum man den Zug nach Ulm ohne den Anschluss hätte abfahren lassen, wo doch unser Zug Sigmaringen – Ulm ausgefallen sei und viele Reisende deswegen via Aulendorf gefahren wären, um die Verspätung in Grenzen zu halten. Und dann wollte ich noch wissen, weshalb er keine Durchsage gemacht hätte.

Freundlich wurde mir erklärt, dass man die Leitungen gekappt hätte. Er könne von seinem Arbeitsplatz aus die Lautsprecher im Bahnhof Aulendorf nicht mehr bedienen. Das wäre seither zentral gesteuert – aber da war nix.

Als ich fragte, was wir denn nun in Aulendorf eine Stunde lang tun sollten, meinte er, dass er mich von früher (aus Biberach, wo er in einem Büro des RAB gearbeitet hatte) irgendwie kennen würde. Ich zeigte ihm meine BC 100 First und plötzlich war alles okay. Auf meine Frage, ob er nicht den in wenigen Minuten durchrauschenden IRE aus Basel nach Ulm ausnahmsweise halten lassen könnte, schaute er auf einen in seinem Büro hängenden Abfahrtsplan von Friedrichshafen und ermittelte so die Zugnummer des in Aulendorf auf dem Abfahrtsplan natürlich nicht verzeichneten IRE 3043 und griff sofort zum Telefon und meinte, ich soll mich mit den anderen Reisenden mal schnell ans Gleis 2 stellen, es könnte sein, dass er halten würde, aber eine Durchsage machen, das ginge nicht.

Also bin ich mit den anderen Reisenden zum Gleis 2 gegangen und habe gesagt, dass da ein Zug kommt, der normalerweise ohne Halt durch Aulendorf fährt und er möglicherweise für uns halten würde. Das Signal stand schon auf Grün, als wir auf den Bahnsteig kamen und gleich darauf bog der IRE 3043 um die Ecke. Er verlangsamte sein Tempo und hielt tatsächlich an (außerplanmäßiger Halt auf Initiative der Aulendorfer Bahnsteigaufsicht). Wir sind noch reingekommen in den IRE, zwar nur Stehplätze, aber was soll es. Ankunft in Ulm war nur 10 Minuten später als auf dem direkten Wege über Ehingen/Donau und die Reisenden glaubten kaum, dass es so was bei der Deutschen Bahn gibt. Aber es hat Dank des Einsatzes des Mitarbeiters funktioniert.

In Ulm bin ich dann später an der Fiba vorbeigekommen und habe insgesamt 10 dort stehende VT 612-Einheiten gezählt. Und das gegen 16:25 Uhr, wo die VT-612er-Züge nach Aalen, Basel und Donaueschingen alle weg waren und aus den Gegenrichtungen noch nicht eingetroffen waren. Außerdem viele Triebwagen 644, RegioShuttles, mehrere 218er, etliche E-Loks und auch diverse private Loks. Es ist also richtig was los auf den Gleisen zwischen Ulm und dem Rangierbahnhof in Richtung Söflingen.

Viele Grüße vom Vielfahrer
Zuletzt geändert von Vielfahrer am Do 12. Jul 2018, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Heute VT 612 im Schwarzwald

Beitrag von Robin » Do 12. Jul 2018, 18:41

Hallo Vielfahrer,

vielen Dank für deinen ausführlichen Reisebericht!
Mit deiner Zählung von 10 612er in der FiBA liegst du sehr gut! Insgesamt sind es aktuell 11 defekte 612er, die in Ulm herumstehen. Von 41 612er sind 35 in Ulm, also sind für Ulm nur 24 Fahrzeuge zur Verfügung...das ist ganz schön eng, um die Strecken nach Basel, Aalen und Donaueschingen abzudecken.
Deshalb sind aktuell vor allem Richtung Donaueschingen bzw. Sigmaringen auch häufig 611er anzutreffen, bzw. auch 628er sind keine Seltenheit. In Einzelfällen soll es sogar 650er auf die Strecke Ulm - Sigmaringen verschlagen.
Nach Aalen fährt ersatzweise auch mal eine Garnitur mit 218...Es rollt also alles, was irgendwie fahrtauglich ist.
Auch im Allgäu, wo viele Leistungen doppelt gefahren werden sollten, sieht man die solo 650. Die dürften wohl auch nicht alle intakt sein - was deine Beobachtung unterstreichen dürfte. Traurig, da ja nach Weißenhorn größtenteils die 644er fahren und somit ein paar RS1 freigeworden sein müssten, ganz zu schweigen von der Brenzbahn.

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Re: Heute VT 612 im Schwarzwald

Beitrag von Fridinger » Do 12. Jul 2018, 22:19

Die erste Tour Ulm 06:00 - 08:40 Donaueschingen 09:20 - 11:40 Ulm heute morgen ist wie am Sonntagabend ersatzlos ausgefallen (Fahrzeugstörung, wer hätte es gedacht).

War der Kollege in Aulendorf ein etwa 40-jähriger? Ich durfte letzte Woche am (einzigen DB-) Automaten in Aulendorf das defekte Schloss tauschen, was wegen unsachgemäßer Bedienung nichtmehr funktionierte und etwa 2h dauerte. Danach hat mich die Aufsicht noch auf einen Kaffee im Pausenraum mit dem Verkäufer der Reiseagentur im Bahnhof eingeladen, was sehr kurzweilig war.
Dass dort auch schon die Lautsprecherkreise gekappt wurden, könnte damit zusammenhängen, dass die Ansagen in Aulendorf (wie in Friedrichshafen Stadt und Reutlingen schon) bald aus dem Ansagezentrum Ulm kommen. Dann wird nur noch von dort besprochen, in der Regel übernimmt der Computer das dann. Das ist die typische und unschöne Trennung von DB Vertrieb (Fahrkartenausgabe), DB Station & Service (Bahnhofsausstattung/Ansagen) und DB Netz (Fahrdienstleiter), wo durch umständliche Geschäftsfelder sehr einfache Aufgaben nichtmehr möglich sind - und welche früher teilweise jeweils selbsttätig Ansagen machen konnten.
Z. B. macht in Bahnhöfen wie Sigmaringen zwar immer noch der Fdl gerne die Ansagen (wie Anschlüsse oder Einfahrten, teilweise auch bei Überbesetzung dass keine Fahrradmitnahme mehr möglich ist usw.), wird bei Verspätungen oder Gleisverlegungen aber durch die von DB Station & Service aufgehängten DSA übertönt, da diese zusätzlich Ansagen machen.
Für Bahnhöfe ab der Kategorie 3? sieht das ganze wieder anders aus, da wird dann normalerweise FIA (Zugzielanzeiger) und "richtige" Ansagen vorgeschrieben.
Diese Signatur verspätet sich aufgrund von Verzögerungen im Betriebsablauf um wenige Minuten.

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IT-Systemelektroniker bei der DB Kommunikationstechnik

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