Fridingen - Tuttlingen im vordringlichen Bedarf

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Fridingen - Tuttlingen im vordringlichen Bedarf

Beitrag von Vielfahrer » Do 13. Sep 2018, 16:37

Hallo,

wie auf der Homepage des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg nachzulesen ist, wurde nunmehr auch die Ringzugstrecke Fridingen - Tuttlingen in den vordringlichen Bedarf aufgenommen. Hintergrund ist, dass die den RegioShuttles folgende neue Fahrzeuggeneration für den Ringzug durchweg elektrisch betrieben werden soll.

Wie die dahinter stehenden Betriebskonzepte aussehen, wird in den mit Verkehrsangelegenheiten befassten Ausschüssen der Kreistage in Tuttlingen, Villingen-Schwenningen und Rottweil sowie in den entsprechenden Kreistagen in den Monaten Oktober und November 2018 in öffentlichen Sitzungen erörtert werden.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Fridingen - Tuttlingen im vordringlichen Bedarf

Beitrag von Fridinger » Do 13. Sep 2018, 16:56

Das lässt eine elektrische Zukunft im Donautal doch schon ein Stück näherrücken - muss nur noch eine Ausweichmöglichkeit Tuttlingen-Nord kommen *;-)*

Wie sieht das eigentlich beim Abstecher nach Bräunlingen aus? Zahlt man die 2km aus der Portokasse oder warum spricht davon keiner bzgl einer Elektrifizierung? Klar dürfte ja sein, dass nach der Dieselzeit es wohl nahezu ausgeschlossen sein dürfte, dass nochmal Dieselfahrzeuge neu gekauft würden. Genau das gleiche Problem wäre bei der Trossinger Strecke, die ja mit DC 600V läuft.
Diese Signatur verspätet sich aufgrund von Verzögerungen im Betriebsablauf um wenige Minuten.

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Re: Fridingen - Tuttlingen im vordringlichen Bedarf

Beitrag von Dirk B » Do 13. Sep 2018, 17:25

Ich hab das heute früh auch im Gränzboten gelesen. Allerdings habe ich mich gefragt, ob das Sinn macht ohne Tuttlingen - Immendingen.
Oder ist das bloß irgendein Kommunikationsfehler?

Dirk
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Re: Fridingen - Tuttlingen im vordringlichen Bedarf

Beitrag von Fridinger » Do 13. Sep 2018, 17:35

Die beiden Strecken aus dem Link im ersten Beitrag sind nur eine Ergänzung zum E-Konzept des Landes, welches vor gut einem halben Jahr schon durch die Presse ging. Bei diesem sind die Strecken TUT-Immendingen und RW-VS schon im vordringlichen Bedarf - heißt, wenn der Bund sein angekündigtes Zuschussprogramm aufsetzt, dass diese Strecken beste Möglichkeit für eine Oberleitung haben.
Diese Signatur verspätet sich aufgrund von Verzögerungen im Betriebsablauf um wenige Minuten.

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Re: Fridingen - Tuttlingen im vordringlichen Bedarf

Beitrag von Vielfahrer » Do 13. Sep 2018, 22:10

Es gibt zwar ein Elektrifizierungsprogramm des Bundes, aber nach meinem Kenntnisstand ist das nur mit ca. 20 Mio. € hinterlegt, sprich, es reicht gerade mal für ca. 20 km Elektrifizierung im Bundesgebiet. Das Bundes-GVFG wird ca. 1 Mrd. € umfassen (pro Jahr). Damit könnte man dann ca. 2.000 km/Jahr elektrifizieren, müsste aber Landes- und kommunale Mittel beisteuern. Jeder darf sich da überlegen, auf welchem Wege es schneller geht.

Bei Hüfingen Mitte - Bräunlingen handelt es sich um eine SWEG-Infrastruktur. Natürlich gab es die Überlegung, im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Strecke Neustadt - Hüfingen Mitte - Donaueschingen die 2,3 km bis Bräunlingen gleich mit zu elektrifizieren. Da der Infrastrukturinhaber das nicht wollte und vehement für den Kauf von weiteren (Diesel-) RegioShuttle geworben hatte, konnte man das leider nicht zusammen ausführen. Ich denke aber, dass diese völlig unproblematische Strecke kein ernstes Problem werden wird. Da alle anderen Strecken elektrifiziert werden sollen, wird man das auch noch hinkriegen.

Hybrid-Triebwagen dürften der Region damit erspart bleiben. Es gab von interessierter Seite viele Initiativen, dies dem Ringzug schmackhaft zu machen. Den Durchbruch brachte in diesem Zusammenhang die MEX-Linie Stuttgart - Villingen, die nur elektrisch betrieben werden kann, womit das größte Dieselloch beim Ringzug geschlossen werden musste.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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