Seehäsle mit deutlicher Angebotsausweitung

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Vielfahrer
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Seehäsle mit deutlicher Angebotsausweitung

Beitrag von Vielfahrer »

Hallo,

auf der Homepage des Bodo-Verbunds findet man den Seehäsle-Fahrplan für das kommende Jahr. Offenbar ist die Einführung eines halbstündlichen Zugverkehrs vorgesehen, eine Grundvoraussetzung, um in diesem Raum Regiobusse anbieten zu können. So etwa könnte eine Linie Tuttlingen - Stockach - Ludwigshafen, wie sie im ÖPNV-Pakt mit der Region vom Land gewünscht wird, jetzt umgesetzt werden, weil bei zeitgerechter Abfahrt in Tuttlingen die Busse dann zeitgerecht in Stockach ankommen und nicht 30-Minuten Wartezeit in einer Richtung entstehen.

Viele Grüße vom Vielfahrer
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Villinger
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Re: Seehäsle mit deutlicher Angebotsausweitung

Beitrag von Villinger »

Klingt nach einer sehr guten Entscheidung und ist im Zeichen der halbstündlich verkehrenden Seehas-Anschlüsse eigentlich auch längst überfällig. Finden konnte ich einen Plan allerdings auf Anhieb nicht - ist das schon das erste Zeichen, dass das Land die Finanzierung des Seehäsles übernommen hat?

Edit - die Pläne für 2022 kann man hier finden: https://bodo-heatmap.de/
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Re: Seehäsle mit deutlicher Angebotsausweitung

Beitrag von Bm 6/6 18514 »

Naja, es geht ja "nur" um 6 zusätzliche Züge Mo-Fr zur Ausweitung des Halbstundentakts, der sowieso schon über viele Stunden vorhanden war.
Eher interessant finde ich die zustäzlichen Züge am Abend, bisher war meist immer sehr früh Betriebsende, jetzt soll es noch drei Stunden weiter gehen.

Was aber natürlich bleibt ist der schiefe Takt Samstag+Sonntag und am Abend, da ein symmetrischer Takt halt Mehrkosten (2 Lokführer) verursachen würde.

Schwieriger wird es nun auch für einen allfälligen Güterverkehr, der nun quasi nur noch nachts von 21:00-05:00 fahren könnte (oder am Wochenende). Die letzten Güterzüge führen damals immer vorm ersten Seehas nach Norden und kamen in einer vormittäglichen Taktlücke zurück welche nun verschwinden sollen.

Gruss
Florian
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Villinger
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Re: Seehäsle mit deutlicher Angebotsausweitung

Beitrag von Villinger »

Wie von Frau Hofmann aus Immendingen gerade bei der virtuellen Fahrplankonferenz ausgeführt wurde ist der beim Bodo eingestellte Fahrplan falsch, es wird der derzeitige Fahrplan weitergeführt.
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Re: Seehäsle mit deutlicher Angebotsausweitung

Beitrag von Vielfahrer »

Hallo,

danke Villinger für die Berichtigung, die ich auch in der virtuellen Fahrplankonferenz mitverfolgt habe. Habe mich auch schon ein Stück weit darüber gewundert, weil ein 30-min-Takt oder wenigstens die Nullsymmetrierung des Seehäsles die Voraussetzung für die diskutierten Regiobusprojekte im Raum Stockach gewesen wären. Wie in der virtuellen Konferenz ausgeführt wurde, hat man die Überlegungen des Landes z.B. hinsichtlich der 3 Regiobuslinien Schwenningen - Tuttlingen, Tuttlingen - Stockach (- Ludwigshafen) und Aldingen - Wehingen zwar zur Kenntnis genommen, aber bislang noch nichts unternommen. Weitere Regiobusprojekte betreffen die Linie Stockach - Sigmaringen, ggf. Tuttlingen - Meßkirch - Pfullendorf und Stockach - Pfullendorf - Bad Saulgau - Biberach/Riß. Ich denke, dass sich da noch einiges tun wird in den kommenden Jahren.

Bei der Fahrplankonferenz habe ich den Eindruck gewonnen, dass das Prinzip Hoffnung beim RAB fröhliche Urständ feiert. Dank Südbahn-Elektrifizierung müssten nun ja genügend VT 612 frei sein, um stabile Angebote im Donautal fahren zu können, so Herr Harsch vom RAB. Interessant auch, dass wenig nachgefragte Leistungen zwischen Villingen und Donaueschingen entfallen, um die VT 612, die zwischen Basel und Singen alle zwei Stunden verbleiben, über das Donautal an die Werkstätte in Ulm anzubinden und dass der Betrieb der Freizeitzüge zwischen Ulm und Donaueschingen von Br218/Dosto auf VT 644 ab nächstem Frühjahr umgestellt wird.

Bei der Gäubahn bleibt 2022 alles beim alten, d.h. wohl auch die Verspätungen, die u.a. die Ringzüge und deren Busanschlüsse beeinträchtigen. Auch das Thema Zugausfall wegen Personalproblemen tauchte auf, wovon die DB-Regio wie auch die HzL wohl Lieder singen können. Ganz ohne Probleme ist es aber nicht, wenn beispielsweise beim Ringzug dann mal die Trossinger Eisenbahn rasch auf Busverkehre umgestellt wird, weil das die geringsten Probleme zu machen scheint. Immerhin muss nach Lage der Beschlüsse beim Landkreis die Stadt Trossingen die erheblichen Mehrkosten für die auch für Gleichstrom taugliche Elektrifizierung tragen, um den Museumsbahnverkehr weiterhin anbieten zu können. Da kommt es nicht gut an, wenn diese Strecke quasi als Steinbruch für fehlendes Personal mißbraucht wird.

Für 4 Monate soll im kommdenden Jahr die Kinzigtalbahn zwischen Freudenstadt und Hausach dicht gemacht werden, um u.a. den Lautertalviadukt zu sanieren. Der geplante SEV leidet unter einer gleichzeitigen Sperrung der parallelen Bundesstraße.

Seitens des Landkreises Tuttlingen wurde auch darauf hingewiesen, dass die Sanierung einer Brücke im Abschnitt Tuttlingen - Fridingen zeitgleich mit der Sperrung der Donautalstraße bei Nendingen, die ein ganzes Jahr dauern wird, zusammenfallen könnte. Der Landkreis hätte sich erhofft, dass gerade in dieser Zeit die Verkehre verstärkt auf die Schiene verlagert werden könnten.

Bei Schwarzwaldbahn, Breisgau-S-Bahn und Gäubahn gibt es in der Region keine Veränderungen bis auf kleine Minutenverschiebungen. So soll der Anschluss gegen 7:19 Uhr von der BSB nach Schwenningen zuverlässig hergestellt werden, indem das BSB-Fahrplankonstrukt mehrerer Züge um 2 min früher gelegt wird. Auch ab Konstanz verkehren die Züge der Schwarzwaldbahn um 1 oder 2 min bis Singen früher, um die RB nach Schaffhausen zuverlässig erreichen zu können. Bauarbeiten betreffen die Linie Konstanz - Offenburg - Karlsruhe auch im kommenden Jahr, diesmal im Raum Baden-Baden - Rastatt.

Viele Grüße vom Vielfahrer
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