VVS soll bis Ergenzingen ausgedehnt werden..

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Karl Müller
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VVS soll bis Ergenzingen ausgedehnt werden..

Beitrag von Karl Müller » Mo 10. Jun 2019, 09:41

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inha ... c0e2e.html

Schön und gut, aber, sind sich die Ergenzinger( =Rottenburger) im klaren was für ein Parkdruck auf die Gemeinde zukommt?

Hätten ALLE beteiligten Nägel mit Köpfen gemacht so wäre der VVS bis Eutingen im Gäu ausgedehnt worden, da Hat`s genug Parkplätze!

MFG Oli

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Re: VVS soll bis Ergenzingen ausgedehnt werden..

Beitrag von Vielfahrer » Mo 10. Jun 2019, 12:56

Hallo,

Ergenzingen liegt im Naldo, der direkt an den VVS angrenzt. Eutingen im Gäu liegt bereits in der VGF, also man muss erst mal durch die Naldo-Zone fahren, um dann an den VVS anzustoßen. Es geht dann weiter mit dem Bahnhof Hochdorf, der ja in Eutingen im Gäu liegt...

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: VVS soll bis Ergenzingen ausgedehnt werden..

Beitrag von Bahner » Mo 10. Jun 2019, 16:17

Verkehrsverbünde sollten allgemein abgeschafft werden.
Sie sind für die Kunden undurchsichtig (jeder unterschiedliche Regelungen) und erzeugen teilweise enorme Unterschiede was den Preis pro Km betrifft.

Es hieß einmal, dass der BW-Tarif die einzelnen Verbundtarife unnötig macht.
Innerhalb der Verbünde werden diese aber wohl auch in ferner Zukunft greifen oder @Vielfahrer?

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Re: VVS soll bis Ergenzingen ausgedehnt werden..

Beitrag von Fridinger » Mo 10. Jun 2019, 18:59

Bei uns in Baden-Württemberg ist das einfach auch eine unglaubliche Kleinstaaterei, da jeder Landkreis es am liebsten selbst machen will und dann Reibungsverluste an den Verbundgrenzen entstehen. Diese sind jetzt durch den BW-Tarif etwas abgefangen, ich favorisiere dennoch ein Modell wie bspw. Brandenburg es hat. Dort gibt es landesweit einen Verbund mit einem Tarif - sicherlich ohne größeren Einfluss durch Landkreise, aber für den Kunden sehr vorteilhaft. Wenn man so etwas perspektivisch schafft, bräuchte man weder dieses undurchschaubare und kundenfeindliche Tarif-Wirrwarr noch unterschiedliche Regelungen, wie Tickets überhaupt vertrieben werden. Manche Tarifverbünde haben im Land noch nichtmal ansatzweise mit E-Tickets zu tun.
Sicherlich eine Utopie, aber z. B. die Tarifreform in Stuttgart, wo in wenigen Jahren auch der Landkreis Göppingen einsteigt, finde ich einen guten Einstieg. Vielleicht passiert mit der SMA-Studie auch etwas im Ringzugland.
Diese Signatur verspätet sich aufgrund von Verzögerungen im Betriebsablauf um wenige Minuten.

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Re: VVS soll bis Ergenzingen ausgedehnt werden..

Beitrag von Bahner » Mo 10. Jun 2019, 20:56

Genau, auch der SHT (Schleswig-Holstein-Tarif) ist ein gutes Beispiel.
Dort bin ich letztens über vier Stunden von Lübeck nach Sylt gefahren.

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Re: VVS soll bis Ergenzingen ausgedehnt werden..

Beitrag von Vielfahrer » Mo 10. Jun 2019, 21:10

Vielleicht passiert mit der SMA-Studie auch etwas im Ringzugland.
Davon gehe ich aus. Die Studie wird noch dieses Jahr fertig und im kommenden Jahr sicherlich rauf und runter diskutiert werden. Umgesetzt werden könnte sie dann ab 2021, sicherlich zum Vorteil der Fahrgäste von Bus und Bahn.

Der eine oder andere Beobachter hier im Forum hat vielleicht auch schon festgestellt, dass die Zukunft des Verkehrs auf Ausschreibungen beruht. Dies bedeutet, dass der Landkreis die Kosten des Angebots trägt und im Gegenzug dafür die Einnahmen erhält. Den Rest muss er aus Steuermitteln drauflegen. Vermutlich wird es in Zukunft eher ein politischer Fahrpreis werden, um über günstige Tarife und gute Verkehrsangebote mehr Kunden auf den öffentlichen Verkehr zu bringen, siehe etwa Langenau, wo das Einzelticket 1.-€, die Tageskarte 2.- € und die Monatskarte 30.-€ kostet. Die Verdoppelung der Nachfrage ist das generelle Ziel von Bund und Land für die kommenden Jahre. Das wird im Übrigen auch nur gelingen, wenn in den Städten vermehrt autofreie Zonen eingerichtet werden und das Parken nicht mehr kostenlos sein wird, dafür der öffentliche Verkehr massiv ausgebaut wird.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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