Meine Modellbahn und der Umbau (m19B)

Du Planst eine Anlage? Hier darfst du dein Projekt gerne vorstellen.
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patrick_kn
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Meine Modellbahn und der Umbau (m19B)

Beitrag von patrick_kn »

Hallo zusammen,

heute (-morgen :Kopf_Kratz: ) möchte ich auch mal nach längerer Zeit wieder einen längeren Beitrag in diesem Forum schreiben. Da die Rubrik der Modellbahn-Projekte bisher doch recht leer ist, hab ich mich mal entschlossen auch meine (bzw. "unsere", da auch mein Bruder mal daran gebaut hat) Modellbahnanlage zeigen.
Die Modellbahnanlage ist 3,70m x 1,80m groß und ist inzwischen komplett mit Märklin C-Gleisen ausgelegt. Gefahren wird Digital (wenns denn irgendwann mal wieder so weit ist). Die Hauptstrecke ist wie ein Knochen angelegt und führt immer vom Schattenbahnhof über den großen Durchgangsbahnhof hinauf in die Kehrschleife (mit dortiger Abzweigung zur Nebenbahn nach Oberberg). Es gibt allerdings noch eine eingleisige und unsichtbare Verbindungskurve, so dass auch im Kreis gefahren werden kann.

Zuerst möchte ich euch ein paar ältere Bilder zeigen. Diese sind inzwischen zwar fast 10 Jahre alt, aber damals war die Anlage mal kurzzeitig befahrbar. Allerdings lagen damals M-Gleise und die haben sich im Betrieb nicht als sehr zuverlässig erwiesen. Deshalb wurden irgendwann mal die Gleise rausgerissen und auf neuen Trassenbrettern die damals neuen C-Gleise verlegt.

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Der Bahnhof Oberberg (eigentlich ja eher ein Hp) ist inzwischen wieder auf dem Schienenweg erreichbar. Der 628 pendelt regelmäßig zwischen dem Bahnhof Oberberg und Mittelstadt (geplant ist die Umbennenung in "Daxberg" und "Pleidersheim"). Das konnte dem Tf damals aber ziemlich egal sein, da er sowieso auf Sonderfahrt unterwegs war. Der Bahnhof wird irgendwann demnächst noch ein bisschen modernisiert (modernes Glas-Wartehäuschen und Automat).

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Nach dem die RB den Bahnhof Oberberg verlassen gehts kurz durch einen Tunnel vorbei am alten Märklin-Formsignal. Die Ablösung in Form einen Viessmann-Pendants liegt inzwischen auch schon bereit.

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Wir schwenken gleich mal hinab ins Tal zum Hausbahnsteig von Mittelstadt an dem ein 420 auf Preiserlein wartet. Die kommen mangels Zugang zum Empfangsgebäude aber derzeit nicht dorthin ;-)
In diesem Abschnitt lag damals auch noch kein Schotter. War aber auch nicht schlimm, hat nämlich die Arbeit bei der Demontage der M-Gleise erleichtert.

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Blick in die andere Richtung mit über die Ausfahrt schweifendem Blick. Die linke Ausfahrt gibt es heute nicht mehr. Diese ist der besseren Zugänglichkeit der Anlage geopfert worden.

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Der Blick aus der Vogelperspektive. Wie man deutlich sieht ist der Bahnsteig für den sowieso schon kurzen ICE2 zu kurz. Das soll sich aber ändern. Die Gleise waren damals schon eingeschottert und eingefärbt, was gar nicht mal so schlecht aussah. Unten links die Paradestrecke entlang der vorderen Anlagenkante. Im Hintergrund rechts sieht man den damals sehr verkorksten Schattenbahnhof. Er nahm damals 4 noch kürzere Züge als den ICE auf. Damit war sein Sinn natürlich nicht so recht gegeben. Auch das sollte sich bald ändern (siehe weiter unten). Die Oberleitungsmasten auf der Paradestrecke sind übrigens selbst gefertigt und doch recht stabil.

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Die andere Ausfahrt aus der Vogelperspektive. Schön gelungen ist mir die verladerampe im Hintergrund. Der Gleisstummel auf dem die 101 gerade den Sonderzug in den Bahnhof schiebt gefiel mir dagegen schon weniger, war dadurch die Optik der Ausfahrt gebrochen. Die Zuglaufschilder im Hintergrund erinnern an bessere Zeiten auf der Schwarzwaldbahn...

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Die erwähnte Verladestation aus näherer Ansicht. So ähnlich soll die neue Verladestation auch wieder aussehen.

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Kleines Stelldichein aus Interregio und ICE2. Wie man sieht war vorbildgerecht DB Botanik im Gleisbett unterwegs.

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Die Szenerie wieder von oben. Das Gleis links im Bild ist der erwähnten besseren Zugänglichkeit geopfert worden. Gleich daneben steht das Allmannsdorfer Rathaus das bei uns auf der Anlage natürlich nicht fehlen durfte. Davor befindet sich der ZOB auf dem auch stilecht ein alter Roter Arnold Platz genommen hat. Die Gleiswendel wurde beim Umbau auf C-Gleis komplett erneuert. Jeder Gleissystem muss auch bei Märklin natürlich andere Geometrien haben *ärger*.

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Im Hintergrund der Mittelstädter (bzw. bald Pleidersheimer) Hausberg auf den sogar eine Seilbahn führt. Oben gibts ne schöne Aussicht und einen Sendemast. Am Fuss des Bergs links befindet sich die selbstgebaute Schräg-Seilbrücke nach dem Vorbild der Hamburger Köhlbrandbrücke. Die Seile bestanden aus ganz normaler roter Litze. Der 628 ist schon wieder auf dem Weg nach Oberberg...

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Die Seilbahn bringt die Preiserlein schon seit 10 Jahren auf den Hausberg. Wäre eigentlich Zeit für eine kleine Jubiläums-Feier :zwinker:

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Das Stellpult soll auch nicht unerwähnt bleiben. Rechts befinden sich Digital-Zentrale und Fahrregler (welche wahrscheinlich auch bald durch etwas besseres ersetzt werden). Daneben befindet sich eine Uhr und eine große Fläche für die ganzen Sonderknöpfe (Lichter, Sounds etc.). Links unten das damalige Drucktasten-Stellwerk welches inzwischen erneuert wurde und mit Rückmeldern ausgestattet wird.

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Wie bereits erwähnt war der alte Schattenbahnhof ne ziemliche Frustquelle. Also musste was neues her. Das neue C-Gleissystem sollte hier als erstes Einzug halten, da man ja auch nicht dauernd unter die Anlage krabbeln möchte und die entgleisten Züge einsammeln möchte. Also wurde geplant und gekauft. Die erste Stellprobe fand auf meinem Zimmerboden statt ("Teppichbahning"). Wie man sieht fasst der Bahnhof inzwischen auch längere Züge. Ist allerdings auch nur ein Extrembeispiel. Geplant ist die Gleise auch in zwei Abschnitte aufteilen zu können, so dass auf den Durchfahrgleisen insgesamt 8 Züge platz hätten. Die beiden links entschwindenden Gleise sind Stumpfgleise und nehmen Wendezuggarnituren auf (so z.B. den Interregio). Der Anschluss an die bestehende Gleisanlage geschieht durch die beiden Gleise im Hintergrund, welche direkt am Tunnelportal der Paradestrecke anschliessen. Inzwischen ist das Ganze unter die Anlage eingebaut worden, was allerdings einen ziemlichen Aufwand bedeutete (schliesslich war das ja beim vorherigen Bau nicht vorgesehen).

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So sieht die Anlage also ca. 7 Jahre später aus (im Vergleich zu oben). Die M-Gleise sind inzwischen komplett verschwunden. Unten links sieht man den Eingang zum Schattenbahnhof von der Paradestrecke.

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Wieder im Hauptbahnhof von Mittelstadt. Deutlich sind die längeren Nutzlängen der einzelnen Gleise zu erkennen, die nun auch 6-7 Wagenzüge (exkl. Lok) aufnehmen. Entsprechende Verlängerungen der Bahnsteige müssen noch gebastelt werden. Das geschieht aber dann gleich im Zuge der Erhöhung der Bahnsteige auf vorbildgerechte Höhe von 96cm über SOK (natürlich ins H0-Maß zurückgerechnet).

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Die linke Ausfahrt hat deutlich ihr Gesicht verändert. Das Stummelgleis ist verschwunden und der Weichenbereich liegt nun in der Kurve. Ich weiss - viele Modellbahner halten von den Bogenweiche nicht viel, aber mir reicht das an Betriebssicherheit. Die beiden Tunnelportale sind im Selbstbau aus Gips entstanden. Dazu habe ich mit der Dekupiersäge die Form des Tunnelportals aus einem Holzbrett zurecht geschnitten, die Stützmauern dazu gesetzt und das Ganze mit Drahtgewebe überzogen. Zum Schluss noch Gips drüber und die Fugen schön nachgeritzt. Für den Nietenzähler-Modellbahner sicherlich nicht geeignet für mich aber genau richtig. Spart nämlich Geld und sieht trotzdem ganz gut aus. Der Holzkasten oben ist eigentlich ein Wartungsfenster. In den Rahmen kommt ein Schloss, welches später herausnehmbar sein wird.

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Die rechte Ausfahrt mit neuen Gleisen. Dazu ist ein kleines Abstellgleis für Loks gekommen. Die herausnehmbare Mühle ist leider verschwunden. Hoffentlich finde ich sie wieder...

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Der rechte Anlagenteil nochmal im Überblick. Die Köhlbrandbrücke hat leider ihre Seile verlieren müssen. Rote Kabel haben sich nicht bewährt, da die rote Ummantellung mit der Zeit ausleiert und durchhängt. Ersatz aus dem Schiffsmodellbau ist aber schon eingetroffen.

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Ein letzter Blick über den linken Teil. Unten wieder die Paradestrecke. Das Freiburger Tor wird natürlich nicht dort stehen bleiben sondern ins stadtinnere hinter dem Bahnhof wandern. Das Stellwerk hat aber schonmal seinen Platz eingenommen.

Mal sehen wann es wieder weiter geht. Die Anlage steht bei meinen Eltern in der fernen Heimat und meine Freundin ist leider wenig modellbahnbegeistert (wofür ich aber auch Verständnis habe). Das letzte mal als ich daran gebaut habe ist schon wieder ein Jahr her. Aber es findet sich bestimmt mal wieder Zeit darfür und ausserdem habe ich so immer eine Beschäftigungsmöglichkeit, wenn ich mal alleine bei meinen Eltern bin.

Meine Erkenntnisse sind:
- Baue niemals eine Anlage im größeren Stil um (z.B. wie bei mir von M- nach C-Gleis). So wird das Ding nie fertig.
- Es fehlt immer anfänglich immer an Geld und später immer an Zeit. Wer also Eltern hat, die da auch ein wenig mit finanzieren ist gut beraten
- vielleicht nächstes mal ein nümmerchen kleiner bauen, damit man irgendwann auch mal fahren kann
- macht euch vorher einen ordentlichen Plan! Wir haben damals am Anfang einfach mal so drauf losgebaut. Das haben wir bitter bereuen müssen...
- Modellbahn bauen ist ein schönes Hobby :genau/richtig:
Grüssle
Patrick
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Re: Meine Modellbahn und der Umbau (m19B)

Beitrag von Karsten »

:schok: :schok: :schok: Was man da Liest und sieht ist ein Traum jeden Modellbahnliebhaber.
Das Stellpult ist ja mal der Hammer. So was will ich auch, nur mir felht es dabei am geschick und den Moneten.
GEIL GEIL GEIL

Leider kann ich nur 8 Bilder sehen.
Grüßle Karsten

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patrick_kn
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Re: Meine Modellbahn und der Umbau (m19B)

Beitrag von patrick_kn »

Leider kann ich nur 8 Bilder sehen.
Ja, das sehe ich auch gerade. Mein Hoster scheint irgendwie etwas langsam geworden zu sein. Hmm. Abhilfe schafft zumindest bei mir das mehrmalige Klicken auf "Aktualisieren". Irgendwann sind dann alle Bilder geladen...
Grüssle
Patrick
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Re: Meine Modellbahn und der Umbau (m19B)

Beitrag von Hannes »

Karsten hat geschrieben::schok: :schok: :schok: Was man da Liest und sieht ist ein Traum jeden Modellbahnliebhaber.
Meine Träumerei hält sich da in Grenzen, so eine mit Gleisen vollgepflasterte Anlage habe ich auch mal angefangen, hat mir aber nach kurzer Zeit nicht mehr zugesagt, so dass das Ding jetzt dann seit bald 10 Jahren als teilfertiges Gerippe zuhause rumsteht.
Karsten hat geschrieben:Das Stellpult ist ja mal der Hammer. So was will ich auch, nur mir felht es dabei am geschick und den Moneten.
Also so teuer sind Taster, Schalter und Leuchtdioden auch nicht und mit etwas Glück hat man auch noch eine passende Grundplatte dafür rumliegen (haben wir zuhause auch schon aus Resten von Alu-Fensterbrettern gemacht). Aufwendig ist nur die gesamte analoge Verdrahtung, die ich heute auch nicht mehr unbedingt anfangen würde und eher dazu tendiere, künftig mal ein paar Decoderbausätze zusammenzulöten und ein Gleisbildstellpult auf dem Laptop zu betreiben.
"Deutsche siegen im Fußball, aber bei der Bahn ist täglich Cordoba."
ÖBB-Chef Christian Kern in der Kronenzeitung vom 8.11.14
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Re: Meine Modellbahn und der Umbau (m19B)

Beitrag von Bahner »

Leider kann ich den Großteil der Bilder auch nach mehrmaligen aktualisieren nicht sehen :Weinen:
patrick_kn
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Re: Meine Modellbahn und der Umbau (m19B)

Beitrag von patrick_kn »

Ja, ganz zufrieden bin ich ja auch nicht mehr. Logischerweise sind meine eigenen Ansprüche mittlerweile auch gestiegen und das Problem des halbfertigen Gerippe das zuhause bei den Eltern steht stellt sich mir inzwischen ja auch. Beim nächsten Anlagenbau in den eigenen 4 Wänden wird auf 2-Leiter Material zurückgegriffen und die ganze Anlage etwas schmaler, dafür aber länger gestaltet. Mir schwebt ein kleiner Durchgangsbahnhof an einer 2-gleisigen und elektrifizierten Hauptbahn vor. Kleiner als Hausach - vielleicht in der größenordnung von Spaichingen (Haus- und Mittelbahnsteig und ein bis zwei Gütergleise). Ist aber momentan Zukunftsmusik.
So stelle ich mein Hobby halt derzeit mal ab und an mit meiner alten Anlage zufrieden. Kritiker gibt es immer. Ich bin auch keiner, der sich ein Spezialwerkzeug bastelt um dann jeden einzelnen Pflasterstein auszustechen.

Zum Stellpult: Geplant war und ist tatsächlich mit einfachen Tastern und LEDs. Die Steuerung dahinter wird irgendwann vielleicht mal von Selbstbau Digitaldekodern und Rückmeldern gestaltet. Die kann man relativ günstig haben, wenn man sich die selbstbaut: http://www.digital-bahn.de

Die komplette Steuerung übernimmt dann ein günstiger lüfterloser PC. Der wird aber nur die Befehle verarbeiten und die Fahrstrassenlogik (mit entsprechenden Fahrstrassenausschlüssen usw.) verwalten Die Steuerung sol weiterhin über das Stellpult bzw. über IPad ähnliche Geräte gesteuert werden. Als Fahrregler sollen drahtlose Regler Selbstbau regler zum Einsatz kommen. Der Markt bietet hier ja schon Geräte an. So ist eine Steuerug der Anlage von jedem Punkt im Raum möglich (also auch unter der Anlage).

Mir schwebt was DDL-mäßiges vor. Dort würde ich die Serverarchitektur übernehmen. Der Client wird eher etwas selbstgebasteltes (allerdings kein allgemeingültiges Programm, sondern speziell für meine Bedürfnisse). Wenn dann noch Zeit ist, wäre eine Teil-Automatik denkbar, also dass die Züge nach einem vorgegebenen Fahrplan fahren und einzelne Züge selbst gesteuert werden.
Klingt alles etwas hochtrabend, aber sind bisher auch nur Ideen. Bin derzeit am Expirmentieren mit DDL und Co. Mal schaun.

Und zum Schluss: Hat noch jemand Probleme mit den Bildern? Sonst muss ich die woanders hochladen...
Grüssle
Patrick
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Re: Meine Modellbahn und der Umbau (m19B)

Beitrag von KBS720 »

Das habe ich auch gemerkt mit dem überladen, deshalb will ich meine jetzt auch grundlegend überdenken. Die Steuerung der Signalanlagen möchte ich am Liebsten im einen Stelltisch (wie in echt halt :pfeifen: ).

Aber schlecht ist die Anlage nicht.

Grüße Andreas
*schaffner* Das Bahnkutscher Wiki last update Juni 2014
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Stinkt und macht en hufe Krach, 218 des isch halt ä Sach
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