Zur Übernahme auf der Brenz/Donautalbahn:

Alles zur Strecke Ulm - Aalen kann hier rein.
Eine Überschneidung mit der Donautalbahn ist möglich.
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Re: Zur Übernahme auf der Brenz/Donautalbahn:

Beitrag von Schotterpilot » Sa 15. Jun 2019, 18:55

Es ging übrigens nicht um Vor- und Nachteile des Schiebetritts an sich, sondern darum, dass im LINT 54 die Bedienung für den Tf genau anders herum ist wie bei älteren Fahrzeugen (z.B. 650 oder sogar beim 648, dem LINT 41).

Und das halte ich für Quatsch, weil's einem Quasi-Standard zuwider läuft.
Aber mag ja sein, dass das inzwischen dank TSI u.a. so Vorschrift ist. Über so manche Vorschrift, die im einsamen dunklen Kellerloch entstanden ist, wissen wir glaub alle was zu berichten...

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Re: Zur Übernahme auf der Brenz/Donautalbahn:

Beitrag von Vielfahrer » Do 27. Jun 2019, 19:04

Hallo,

ich hatte heute in der bayrischen Exklave Elchingen zu tun und bin natürlich mit der HzL nach Thalfingen angereist (und auch wieder von dort zur Sitzung beim VSB nach Villingen zurück). Im Rathaus habe ich mich erkundigt, wie denn die neuen Züge angekommen wären, ob sie da was wissen würden von den Bürgern. Generell freuen sich die Elchinger über das verbesserte Verkehrsangebot, insbesondere in Thalfingen, wo praktisch ganztägig ein 30-Minuten-Takt in zwei Richtungen (nach Ulm, nach Langenau) geboten wird. Bezüglich der Fahrzeuge wäre auf dem Rathaus folgende Kritik eingegangen, wobei die nicht repräsentativ sein muss. Es wurde bemängelt, dass es zu wenig Türen in den Fahrzeugen geben würde, was zu Verzögerungen bei den starken Schülerverkehren führen würde. Ebenso wären die Stufen im Fahrzeug für die Kunden ungewohnt. Kritik sei auch daran geäußert worden, dass es so viele Piepstöne beim öffnen/schließen der Türen geben würde.

Mein Eindruck als Fahrgast war nicht schlecht. Bin gestern mit Go ahead von Karlsruhe nach Stuttgart gefahren. Diese Fahrzeuge wirken vom Raumgefühl her für mich weniger ansprechend als die HzL-Triebwagen auf der Brenzbahn. Positiv vermerken möchte ich noch, dass die heute von mir beobachteten 4 Züge alle top pünktlich waren, wobei die HzL um 8:11 Uhr allerdings nicht auf die Fahrgäste des ICE aus Stuttgart gewartet hat, die in 2 Minuten vom Gleis 2 auf das Gleis 7 hätten springen müssen. Unter dem Strich muss man sagen, dass die Gemeinde Elchingen mit ihren 3 Haltestellen Thalfingen, Oberelchingen und Unterelchingen richtig gut an Ulm und an Langenau angebunden sind. Problematisch ist nur, dass etliche Bereich der Gemeinde Elchingen nicht im Tal entlang der Schienenachse liegen sondern bis zu 80 Höhenmeter oberhalb und dann doch außerhalb des fußläufigen Einzugsbereichs.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Zur Übernahme auf der Brenz/Donautalbahn:

Beitrag von Karl Müller » Do 27. Jun 2019, 22:30

Hallo,
die 4 Türen am 622 langen vollkommen.
Die Warntöne an den Türen sind allerdings zu laut, das geht auch leiser. Klimaanlage funktioniert auch gut, außerdem fahren die 622 deutlich leiser als die als zu "rau" empfundenen 644.

Und das wlan - hat keiner gelobt?????

Oli

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Re: Zur Übernahme auf der Brenz/Donautalbahn:

Beitrag von Christian » Fr 28. Jun 2019, 08:04

Also das mit den Türen geht auch uns auf den Zeiger. Bei den ganzen Warntönen bekommt man Kopfweh.

Wegen der Anschlüsse, wenn du in Ulm Ausfahrt hast, fährst du wie es im Fahrplan steht. Sonst kommt vom Fahrdienst die Keule...

Das WLAN, naja *beklopt* Ich hab da nur Ärger mit gehabt. Schlechte Netzabdeckung und immer wieder rausgeflogen.

Gemosert wird jetzt schon über die Bremsen, weil der LINT so viel quietscht. Aber immer die selben Leute. Billig an der Bahn ein Grundstück bekommen und dann über Bahnlärm jammern *aufregen*
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Re: Zur Übernahme auf der Brenz/Donautalbahn:

Beitrag von Karl Müller » Sa 29. Jun 2019, 09:00

Anschlüsse:

Ja, wem Recht machen? Den 100 Personen die im Zug sitzen oder den 5 Würstchen die aus dem verspäteten Fernverkehr kommen?

Zumal die eingeleisige Brenz/Donaubahn ja nicht unbedingt dazu taugen Verspätung herauszufahren!?

Wie funktioniert denn so die Wende in Aalen?

MFG Oli

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Re: Zur Übernahme auf der Brenz/Donautalbahn:

Beitrag von Christian » Sa 29. Jun 2019, 15:47

Also Wenden in Aalen klappen gut. Maximal 5min Verspätung darfst du mitbringen. Alles was mehr ist, nimmst du dann
wieder mit.

Munderkingen hast du immer nur 5min, da darf man theoretisch nichts mitbringen *blaueflecken*
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Re: Zur Übernahme auf der Brenz/Donautalbahn:

Beitrag von Vielfahrer » So 15. Sep 2019, 22:02

Hallo,

am Freitag, den 20.09.19, findet in Elchingen eine Besprechung statt, bei welcher alternativ ein Bürgerbus oder ein auf die Brenzbahn abgestimmter mindestens stündlicher Taktverkehr ab Bahnhof Thalfingen über die Höhenlagen bis Unterelchingen erörtert wird. Fakt ist bislang, dass die Schiene (und die parallele Buslinie 59 des RAB) den Talbereich sehr gut erschließt, aber große Teile der Bevölkerung mehr oder weniger ÖPNV-frei bis zu 80 Höhenmeter weiter oben wohnen und deswegen als Nutzer der Schiene bzw. der Busse nicht in Betracht kommen. Die Steigungsverhältnisse und die Breite der Straßen lassen allerdings nur Midibusse zu, die jedoch bei konsequenter Ausrichtung auf die Taktzeiten der Brenzbahn in Thalfingen schnelle Verbindungen nach und von Ulm bieten können.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Zur Übernahme auf der Brenz/Donautalbahn:

Beitrag von Vielfahrer » Sa 21. Sep 2019, 09:44

Hallo,

die Einführung eines auf die Brenzbahn abgestimmten Ortsbusses innerhalb der Gemeinde Elchingen (Thalfingen, Oberelchingen, Unterelchingen) rückt näher. Gemäß den Worten des Elchinger Bürgermeisters handelt es sich im Prinzip um eine komplette Neuordnung des Verkehrsangebots in seiner Gemeinde. Überlegt werden muss noch eine deutlich verbesserte Anbindung der größten Firma in der Gemeinde, der südlich der Donau in Glockerau liegenden Firma Bosch-Rexroth mit über 2.000 Mitarbeitern. Ebenso dürftig wurde bislang das Industriegebiet an der A 7 im nahe gelegenen Langenau versorgt. Eventuell können in beiden Fällen noch bessere Angebote geschaffen werden, was allerdings kaum ohne größere Kosten möglich sein dürfte.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Zur Übernahme auf der Brenz/Donautalbahn:

Beitrag von Fridinger » Mo 23. Sep 2019, 09:45

Glücklicherweise kommt auch langsam der Aus- und Umbau des Bahnhofes Blaubeuren in Gang:

EBA-Bekanntmachung

Auf DSO wird gemutmaßt, dass damit künftig drei Bahnsteigkanten vorhanden sind - allerdings gibt es auch Dementis, dass das künftige Gleis drei nur noch Überholgleis sein soll.

An der LST soll nichts außer Anpassung gemacht werden (dachte schon, es gibt eine kleine Vorleistung für die baldige Regio-BZ des Regionalnetzes *:-D* aber warum Geld ausgeben, wenn es auch günstiger geht).
Die Bahn hat einen Zirkus verklagt - der hatte doch tatsächlich behauptet, er sei der größte Zirkus der Welt.

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Als IT-Systemelektroniker zuständig für funktionierende Ticketautomaten bei der DB Kommunikationstechnik

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Re: Zur Übernahme auf der Brenz/Donautalbahn:

Beitrag von Vielfahrer » Mo 23. Sep 2019, 10:04

Hallo Fridinger,

im Zusammenhang mit einer Studie für ein geändertes Betriebskonzept der Donautalbahn war es schon vor 10 Jahren eine wesentliche Erkenntnis, dass zur Vertaktung des Schienenverkehrs für gleichzeitige Ein- und Ausfahrten im gut frequentierten Bahnhof Blaubeuren gesorgt werden muss. Über Jahre hinweg wurde der Realisierungszeitpunkt immer wieder verschoben, was mehr als peinlich war. Wenn es nun endlich jetzt klappt, soll es dann aber gut sein.

Logischerweise muss im Stundentakt dann die nächste Zugbegegnungsstelle für die RE in Zwiefaltendorf liegen, auch das ist schon eine ganz alte Erkenntnis. Die Kreuzungen aber sind mal in Riedlingen, mal in Rechtenstein vorgesehen, so dass hier der Takt nicht eingehalten werden kann. Zwiefaltendorf war mal Kreuzungsbahnhof gewesen, bis die DB-Netz ihn gegen allen Rat abgebaut hat. Vermutlich hat DB-Netz deshalb jetzt Probleme, diesen Fehler zu korrigieren. Auch die Verlegung des Haltes für Reisende von Hausen im Tal Bahnhof in den Ort (bei gleichzeitigem Abbau des Bahnsteigs in Hausen im Tal Bahnhof) wäre mehr als sinnvoll. Wieso so eine Maßnahme Jahre bzw. Jahrzehnte dauern soll, erschließt sich mir nicht. Ein Glück, dass der Bürgermeister von Hausen im Tal hier an der Sache geblieben ist und nunmehr eine Perspektive besteht, dass doch noch was gemacht wird. Und von Gutenstein, dem dann aufkommensstärksten Halt zwischen Fridingen und Sigmaringen, hört man immer noch nichts. Auch wäre eine Wiedereinrichtung der Kreuzungsmöglichkeit in Inzigkofen vorteilhaft. Diese wurde kurz nach Einführung des bogenschnellen Fahrens der VT 611 auf der Zollernbahn ausgebaut, um einige wenige Sekunden schneller durch Inzigkofen ohne Halt fahren zu können. Es hatte sich dann aber aufgrund der starken Nachfrageentwicklung bei den RB der Zollernbahn gezeigt, dass auch diese Maßnahme nicht für einen stabilen Fahrplan ausgereicht hat, weshalb die Kreuzung von Storzingen nach Sigmaringen verlegt wurde und der Zwang, in Inzigkofen Sekunden zu sparen, raus war. Hätte man heute die Kreuzung noch, so wäre die Zollernbahn erheblich pünktlicher, da die Züge häufig in Storzingen auf verspätete Gegenzüge bis zu 10 Minuten stehen. Und der Ersatz der RegioShuttle der HzL durch die neuen Lint der SWEG erfordert eine weitere Entspannung der Fahrpläne, wie unlängst bei uns im Schwäbischen Tagblatt zu lesen war. Entweder hängt das mit der geringeren Beschleunigungsfähigkeit der Lint zusammen oder/und auch mit den ungünstigeren Fahrgastwechselzeiten.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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