Umbau Bahnhof Villingen

Alles zur Strecke Offenburg - Konstanz kann hier rein.
Siehe auch: www.Schwarzwaldbahn.net
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Re: Umbau Bahnhof Villingen

Beitrag von Vielfahrer » Mi 8. Jul 2020, 07:44

Hallo,

im Zusammenhang mit dem Umbau des Bahnsteigs 1 am Villinger Bahnhof muss wohl ein Oberleitungsmast versetzt werden. Villingen hat ja noch die schönen Querverspannungen, also auf jeder Seite des Bahnhofs nur 1 Masten, der das knappe Dutzend Gleise überspannt. Wie ich gelesen habe, muss temporär ein neuer Mast auf dem Gelände des Busbahnhofs (beim Bussteig K) erstellt werden, wodurch 5 Bushaltestellen am stark frequentierten Bahnhof Villingen während der Bauzeit nicht genutzt werden können.

Ausweichhaltestellen in der Nähe sind auch nicht vorhanden, zumal derzeit bis in den Herbst hinein wegen der Sperrung der B 31 der Durchgangsverkehr auch über die Bahnhofstraße läuft.

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Re: Umbau Bahnhof Villingen

Beitrag von KBS720 » Mi 8. Jul 2020, 22:36

Vielfahrer hat geschrieben:
Mi 8. Jul 2020, 07:44
im Zusammenhang mit dem Umbau des Bahnsteigs 1 am Villinger Bahnhof muss wohl ein Oberleitungsmast versetzt werden. Villingen hat ja noch die schönen Querverspannungen, also auf jeder Seite des Bahnhofs nur 1 Masten, der das knappe Dutzend Gleise überspannt. Wie ich gelesen habe, muss temporär ein neuer Mast auf dem Gelände des Busbahnhofs (beim Bussteig K) erstellt werden, wodurch 5 Bushaltestellen am stark frequentierten Bahnhof Villingen während der Bauzeit nicht genutzt werden können.
Das muss ja dann der Mast links bei den Ausfahrsignalen P1/P2 sein, das ganze höre ich allerdings zum ersten Mal. So Mast für ein Quertragwerk ist auch nicht mal eben gestellt, wenn man ettliche Gleise überspannt.
https://static6.suedkurier.de/storage/i ... SvONmT.jpg
Vielfahrer hat geschrieben:
Mi 8. Jul 2020, 07:44
Ausweichhaltestellen in der Nähe sind auch nicht vorhanden, zumal derzeit bis in den Herbst hinein wegen der Sperrung der B 31 der Durchgangsverkehr auch über die Bahnhofstraße läuft.
Wer fährt den am Bahnhof entlang, die Umleitungsstrecke geht nicht an selbigem vorbei und auch sonst gibt es zig bessere Wege um die B33 Sperrung zu umfahren.

Grüße Andreas
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Re: Umbau Bahnhof Villingen

Beitrag von Vielfahrer » Mi 8. Jul 2020, 23:20

Hallo,

wie ich heute vernommen habe, haben die Bauingenieure doch noch eine andere Lösung gefunden. Der auf dem von KBS 720 verlinkten Bild gut sichtbare Mast am Gleis 1 soll doch nicht temporär versetzt werden. Es genügt wohl, wenn er durch entsprechende Verspannungen (vermutlich seitlich) stabilisiert wird, während der Bahnsteig 1 erneuert wird.

Der Verkehr auf der Bahnhofstraße hat seit Sperrung der B 33 stark zugenommen, dies jedenfalls berichten die Busunternehmen, die Schwierigkeiten haben, aus dem Busbahnhof auf die Bahnhofstraße in beide Richtungen einzubiegen. Die offizielle Umleitung geht natürlich über den Fürstenbergring und Habsburgerring, ist aber auch sehr stark befahren. Da sieht man mal, dass es doch große Potentiale auf der B 33 gibt, die für die Schiene durch gute Angebote gewonnen werden könnten.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Umbau Bahnhof Villingen

Beitrag von KBS720 » Do 9. Jul 2020, 08:38

Vielfahrer hat geschrieben:
Mi 8. Jul 2020, 23:20
Da sieht man mal, dass es doch große Potentiale auf der B 33 gibt, die für die Schiene durch gute Angebote gewonnen werden könnten.
Aber nicht wenn man von Villingwn um 21:50 Uhr das letzte mal gen Offenburg kommt und vor 6:20 das erste mal aus Offenburg und dann erst wieder 8:05 ankommen kann (den 612 aus Triberg mal ausgeklammert).

Grüße Andreas
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Re: Umbau Bahnhof Villingen

Beitrag von Vielfahrer » Mi 22. Jul 2020, 08:04

Hallo,

das Argument mit den wenig attraktiven Bahnverbindung über die Schwarzwaldbahn in Tagesrandlagen am Morgen von Offenburg nach Villingen-Schwenningen und am Abend umgekehrt zurück stimmt schon. Ein Blick in die Pendlerstatistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt jedoch, dass es aus Karlsruhe, Rastatt, Baden-Baden, Sinzheim, Bühl, Achern und Renchen gar keine Pendler nach Villingen-Schwenningen gibt (Pendlerzahlen von weniger als 10 Pendlern werden aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht). Erst ab Offenburg setzt der "Bedarf" mit 21 Pendlern ein. Gengenbach, Biberach, Steinach und Haslach wieder Fehlanzeige. Hausach bringt gerade mal magere 10 Pendler nach Villingen-Schwenningen. Ab Hornberg kommen 50, ab Triberg 237 und ab St. Georgen 1.090 Pendler. Für 95 % der Pendler (nämlich ab Triberg) gibt es einen annehmbaren Fahrplan, da der VT 612, der zumindest vor Corona sehr gut besetzt war, die ärgerliche, jedoch im Berufsverkehr Engen - Konstanz begründete Lücke im Takt auf 7 Uhr nach Villingen schließt.
In der Gegenrichtung am Abend habe ich eine spätere Fahrlage auch schon selbst vermisst, aber auch hier sind es nicht die Pendlerverflechtungen, die eine Ausweitung nahelegen. Es kommt noch hinzu, dass der Schwarzwaldbahn-Fahrplan meines Wissens ein Netto-Vertrag ist, d.h. DB-Regio muss sich neben einem Zuschuss vor allem auch über Fahrgeldeinnahmen finanzieren. Ich vermute daher mal, dass aus wirtschaftlichen Gründen hier keine weiteren Verbindungen angeboten werden.

Mit dem Jahr 2025 hingegen sollte es besser werden. Dann muss das Land, wenn es sich an seinen eigenen Zielen messen lassen möchte, auf der Schwarzwaldbahn auch den Landesstandard umgesetzt haben, im Oberzentrum Villingen also aus allen Richtungen vor 6 Uhr eine Zugankunft aufweisen und die letzte nach 23 Uhr abfahren lassen. Der Vorschlag wäre dann, den letzten Zug so abzufahren, dass der Nacht-ICE (derzeit um 0:44 Uhr) ab Offenburg über Karlsruhe - Mannheim - Frankfurt (Hbf und Flughafen) - Mainz - Koblenz - Köln - Düsseldorf - Duisburg - Essen - Bochum - Dortmund - Münster - Osnabrück - Bremen - Hamburg nach Kiel zuverlässig erreicht werden sollte. Ich könnte mir vorstellen, dass dies eine durchaus brauchbare Nachfrage aus dem Bodenseeraum für Ziele in Nordrhein-Westfahlen und in Richtung Nordsee, vielleicht sogar für frühe Abflüge in Frankfurt oder Düsseldorf, bringen könnte. Um derzeit den Aufwand zu begrenzen, könnte man ja den VT 612 statt am frühen Morgen mehr oder weniger parallel zu einer Schwarzwaldbahn bereits am Abend nach Offenburg verkehren lassen und am nächsten Morgen gegen 6 Uhr (mit Anschluss vom Nacht-IC aus Hamburg - Hannover - Frankfurt - Karlsruhe) nach Villingen - Ulm wieder starten. Dann müsste "nur" das Stück Triberg - Offenburg - Triberg (112 km) zusätzlich gefahren werden, was einen runden 1.000er pro Betriebstag an Zuschüssen erfordern dürfte. Für das Oberzentrum Villingen-Schwenningen und die ganze Region wären dadurch deutlich bessere (Fern-) Anschlüsse zu erreichen.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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