zUgausfälle im Raum Tübingen :

Strecken in Baden-Württemberg, die unten nich aufgeführt sind.
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Karl Müller
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zUgausfälle im Raum Tübingen :

Beitrag von Karl Müller » So 1. Dez 2019, 12:30


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Re: zUgausfälle im Raum Tübingen :

Beitrag von Vielfahrer » So 1. Dez 2019, 14:32

Hallo,

die Personalausfälle sind wohl weniger den augenblicklich grassierenden Erkältungskrankheiten geschuldet als vielmehr der Abwanderung von Lokführern. Dass es ab dem Fahrplanwechsel wieder besser werden soll, hängt wohl damit zusammen, dass DB Regio dann u.a. auf der Linie von Stuttgart nach Ulm Leistungen an Wettbewerber abgeben wird und deshalb hofft, dann wieder ausreichend Personale für die verbleibenden Strecken zur Verfügung zu haben. Was das aber für die Zeit bis Juni bedeutet, wenn dann die Strecke Tübingen - Stuttgart mit ihren vielen RE-Leistungen abgegeben wird, kann man sich jetzt schon ausrechnen. Wahrscheinlich muss dann eine "Sommergrippe" als Argument herhalten. Es war kurz nach der Wende 1989 ja schon so, dass kaum mehr Fahrpersonale gewonnen werden konnten. Da war es ein großes Glück, dass aus dem Osten viele Lokführer angeworben werden konnten. Inzwischen aber benötigt man dort auch wieder Personale. Warum also sollte das Personal nicht wieder zurückgehen, zumal die Bezahlung dort nicht wesentlich schlechter als hierzulande ist? Und wenn man dann noch die Altersabgänge einbezieht, dann wird der Mangel absehbar noch viel größer werden.

Auch was die nur eingeschränkte Verfügbarkeit von Fahrzeugen betrifft und die Vielzahl von Zügen mit defekten Türen oder Toiletten usw., dürfte auch eine Folge der Personalprobleme sein. Und die wegen des unter Schröder/Mehdorn angestrebten Börsengangs drastisch reduzierte Infrastruktur wird noch lange negativ nachwirken.

Soll ich mir unter solchen Umständen nochmals eine BC 100 kaufen?

Viele Grüße vom Vielfahrer

Tannenrainer
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Re: zUgausfälle im Raum Tübingen :

Beitrag von Tannenrainer » Di 3. Dez 2019, 07:59

Guten Morgen,

wer kann, sollte heute die Ammertalbahn nach Möglichkeit meiden oder am besten gleich mit dem Auto fahren...
Das, was sich heute dem Fahrgast im Ammertal bietet, ist der absolute Offenbarungseid...

Nur ein kleiner Ausschnitt des heutigen Trauerspiels als Anhang...

Traurige Grüße
Tannenrainer
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Re: zUgausfälle im Raum Tübingen :

Beitrag von Vielfahrer » Mi 4. Dez 2019, 06:03

Hallo,

ein Blick auf den aktuellen Zugverkehr zeigte mir heute, dass ab Tübingen 9 Züge ausfallen in die diversen Richtungen, darunter auch Grundlast-RE-Züge zur Minute 37 nach Stuttgart und im nachmittäglichen Berufsverkehr von Stuttgart zurück nach Tübingen. Gleich zwei RE hintereinander fallen um 6:05 Uhr nach Stuttgart und um 6:25 Uhr (der wurde schon gar nicht mehr aufgeführt, da offenbar bis zum Fahrplanwechsel gestrichen) fallen aus. Andere Züge, die als verkehrend bezeichnet waren, entpuppten sich als stark verspätet, wie z.B. der Zug um 5:34 Uhr nach Rottenburg, der unangekündigt dann auch für die Reisenden ausgefallen ist, weil der 6 Uhr-Zug, mit dem ich gefahren bin, verkehrt ist.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: zUgausfälle im Raum Tübingen :

Beitrag von Vielfahrer » Mi 4. Dez 2019, 22:56

Hallo,

das Schwäbische Tagblatt Tübingen hat die zunehmende Anzahl an Zugausfällen zu Recherchen zum Anlass genommen:

Bahn: Zu wenig Lokführer: Rund um Tübingen müssen Pendler und Bahnreisende derzeit auf viele Verbindungen verzichten.

Tübingen. Seit dem Wochenende fahren und um Tübingen viele Züge gar nicht. Betroffen sind neben der Strecke Tübingen - Stuttgart auch die Kulturbahn Richtung Rottenburg und Horb sowie die Ammertalbahn Richtung Herrenberg. Zur Begründung nennt die Bahn Personalmangel durch Krankmeldungen.

Glaubt man der Lokführergewerkschaft GDl, muss der Begriff Krankmeldung freier interpretiert werden: Laut Bezirks-Chef Lutz Dächert von der Süd-West-GDL haben viele der Bahn Lokführer im Dezember ihre tarifliche Jahresarbeitszeit - inklusive einiger Überstunden und Sonderschichten - übererfüllt und können zuhause bleiben. Das sei ein tariflich verbriefter Mechanismus zum Schutz der Gesundheit. Angesichts immer enger getakteter Schichtpläne, Überstunden und Sonderschichten "fühlen sich die Leute ausgepresst wie Zitronen", so Dächert.
Deshalb sei der Krankenstand it 10 bis 15 Prozent "nicht gerade niedrig". Geplant werde bei der Bahn mit 4 bis 5 Prozent. Die Arbeitsbelastung für die etwa 120 Lokführer im Bereich Tübingen und Horb wachse auch deshalb ständig weiter, weil bereits etwa 30 Lokführer bei der Bahn gekündigt hätten, um zu Abellio zu wechseln. Diese Gesellschaft hatte 2015 die Ausschreibung für die Neckartalstrecke gewonnen und wird im Juni 2020 die Verbindung Tübingen - Stuttgart von der Bahn übernehmen. "Das sind die beiden Faktoren, die jetzt das Fass zum Überlaufen bringen", sagt Dächert.
Indirekt bestätigt die Bahn:"Obwohl unsere Kolleginnen und Kollegen große Einsatzbereitschaft zeigen und derzeit Zusatzdienste übernehmen, können wir nicht alle Schichten abdecken". Auf die Frage, was die Bahn gegen den Personalnotstand unternimmt, sagt ein Bahnsprecher: Die DB Regio werde "in die Rektrutierung neuer Mitarbeiter weiter intensivieren, um die Situation in absehbarer Zeit zu entspannen". Konkret wolle man neu eingestellte und ausgebildete Kollegen zeitnah auf befristete Stellen Richtung Tübingen holen. Wie schnell das geht, bleibt zunächst offen.
Lutz Dächert geht indes davon aus, dass sich die Personalsituation bis zum Ende des Verkehrsvertrags der Bahn auf der Strecke Tübingen - Stuttgart im Sommer 2020 nicht verbessern wird. Bleibt abzuwarten, wie es anschließend bei Abellio laufen wird: "Bei den Triebfahrzeugführern sind wir ganz gut aufgestellt" sagt Abellio-Sprecherin Hanelore Schuster. Es gebe durchaus Interesse aus dem Raum Tübingen.
Sobald Zughersteller Bardier genügend Fahrzeuge liefert, könne dann auch eine Standardentschuldigung der Vergangenheit angehören, nämlich dass keine Ersatzlokführer eingesetzt werden können. Die Bahn verweist regelmäßig darauf, andere Lokführer würden nicht über die nötige Streckenkenntnis verfügen oder seien nicht auf den eingesetzten Fahrzeugtypen ausgebildet. Abellio will das ganze Netz zwischen Mannheim und Tübingen ausschließlich mit Talent-2-Fahrzeugen bedienen. Alle Lokführer sollen zudem sämtliche Strecken im Abellio-Gebiet beherrschen.

Viele Grüße vom Vielfahrer, heute unterwegs gewesen auf der Gäubahn mit +30 Minuten im IC 2 und ausgefallenem Anschlusszug Horb - Tübingen.

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Re: zUgausfälle im Raum Tübingen :

Beitrag von Vielfahrer » Do 5. Dez 2019, 06:58

Hallo,

auf der Gäubahn scheinen es weniger die Personalprobleme zu sein als vielmehr die unzuverlässigen IC 2 der Deutschen Bahn, die die Reisenden vergraulen. Der Schwarzwälder Bote berichtet dazu:

Kreis Rottweil. So stellt man sich den Beginn eines gemütlichen Feierabends sicherlich nicht vor. Es Dienstagabend, es ist kalt und dunkel, man steht am Bahnhofsgleis in Rottweil und wartet auf den Zug. Dann passiert etwas, was immer mal wieder vorkommt. Der Zug in Richtung Stuttgart fällt aus. Am Dienstagabend trifft es gleich zwei Relationen – die 18.16- und die 19.17-Uhr-Verbindung.
Und als wäre das nicht schon ärgerlich genug, passiert weiteres: Als sich zwei Passagiere in den Warteraum in der Bahnhofshalle begeben, kommen sie zwar noch hinein. Minuten später jedoch nicht mehr hinaus. Die automatischen Türen sind zu und bleiben es auch. Der Grund bei näherem Hinsehen: Es ist nach 18.10 Uhr, die Öffnungszeit des Warteraums ist zu Ende. Ohne Vorwarnung oder eine Aufforderung etwa per Lautsprecherdurchsage, den Raum doch bitteschön zu verlassen, bleiben die Glastüren versperrt und lassen sich auch nicht mehr öffnen. Die beiden Zugfahrgäste sind eingeschlossen.
Weit und breit ist kein Mitarbeiter der Deutschen Bahn zu sehen. Die beiden staunen zunächst, lächeln ungläubig, schütteln dann – wie die Passagiere, die jenseits der beiden Glas-Schiebetüren stehen, – den Kopf und beginnen zu telefonieren. Eine gute halbe Stunde bleiben sie eingesperrt, bis sie von einer Bahn-Mitarbeiterin dann doch noch befreit werden. Kurz darauf kommt die Polizei vorbei. Sie wurde von den Eingeschlossenen verständigt. Ihre Hilfe ist nicht mehr gefragt.
Neben dieser konfusen Situation zehrt an den Nerven der Passagiere die Art, wie die Deutsche Bahn kommuniziert. Eine Lautsprecherdurchsage passt nicht zu den Angaben auf der Anzeigentafel, diese wiederum korrespondieren nicht mit den Informationen, die mobil über den DB-Navigator abzurufen sind. Mit der Zeit verdichten sich die Hinweise, es gibt Hoffnung: Die 19.17-Uhr-Verbindung gibt es doch noch, der Zug fährt eine halbe Stunde später als geplant ab.
Zum Malheur mit dem Wartesaal kann ein Bahnsprecher bis zum Mittwochabend kein Licht ins Dunkel bringen. Zu den Zugausfällen immerhin äußert er sich: Demnach fiel der IC 56804 mit planmäßiger Abfahrt 18.16 Uhr ab Rottweil aus, weil eine technische Störung am Zug vor Ort nicht wie geplant behoben werden konnte. Daher habe die Information über eine "Verspätung" in einen "Ausfall" geändert werden müssen.
Der IC 2382 mit planmäßiger Abfahrt 19.17 Uhr ab Rottweil sei ebenfalls wegen einer technischen Störung verspätet gewesen, die in diesem Fall aber zwischenzeitlich behoben werden konnte, so der Sprecher. Bei den Intercity-2-Zügen der zweiten Bauserie komme es vereinzelt noch zu Fahrzeugstörungen. Der Hersteller Bombardier arbeite unter Hochdruck daran, die Probleme zu beseitigen.
Es habe deswegen keine übereinstimmende Kommunikation zwischen DB-Navigator, Anzeigetafel und Lautsprecher-Durchsage gegeben, da aufgrund der sich ändernden Situation die Informationen jeweils entsprechend angepasst werden mussten, lautet die Auskunft des Bahnsprechers.  Wer von seinen Fahrgastrechten Gebrauch machen will, findet über den folgenden Link die entsprechenden Informationen: https://www.bahn.de/p/view/service/ausk ... ngen.shtml

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: Zugausfälle im Raum Tübingen :

Beitrag von Vielfahrer » Fr 6. Dez 2019, 07:47

Hallo,

die indiskutablen Leistungen der Deutschen Bahn finden auch heute ihre Fortsetzung. War pünktlich um 6:28 Uhr in Tübingen Hbf zur Fahrt nach Singen zum 3. Bahngipfele über Horb. Die WEG, die die Leistung im Auftrag des RAB erbringt, fuhr pünktlich bis Eyach und blieb dort ca. 15 Minuten stehen, weil der Gegenzug, normalerweise ein VT 612 verspätet war. Heute war es nur ein randvoll gefüllter RAB-RegioShuttle, da mit diesem Zug die ganzen Schülermassen nach St. Klara in Rottenburg fahren. Der VT 612 ist demzufolge schon um 6:00 Uhr nach Horb nicht gefahren und stattdessen hat man einen 650er genommen, der aber von der Kapazität her nicht ausreicht. Entsprechend fuhr die Ammertalbahn auch mit reduzierter Sitzplatzkapazität. Dank des langen Aufenthalts in Eyach (die frühere Kreuzungsmöglichkeit in Mühlen hat man ja um Kosten zu sparen abgebaut), kamen wir in Horb um 7:21 Uhr anstatt um 7:05 Uhr an, d.h. der IC 181 war natürlich weg. So sitze ich wieder 1 Stunde (minus Verspätung) in Horb im Kaufland-Cafe herum, die 6. massive Verspätung in dieser Woche. Auch nach Stuttgart war der 7:00-Uhr-IRE in Tübingen mit reduzierter Kapazität angezeigt, dies in einer Zeit, wo wegen "kranker" Lokführer sowieso etliche Züge ausfallen. IC Tübingen - Berlin war übrigens heute auch als ausgefallen angezeigt, obwohl es weder Schnee noch Sturmschäden in der Region gibt...

Viele Grüße vom Vielfahrer

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Re: zUgausfälle im Raum Tübingen :

Beitrag von Sascha » Fr 6. Dez 2019, 10:01

Guten Morgen,

ich sitze gerade in Mannheim Rbf (Rangierbahnhof) und hatte heute auch Ersatzzugeinsatz. ICE 676 (ICE 1) fiel aus. Es fuhr IC 2906 mit einer IC-Ersatzgarnitur, dort fehlte sowohl ein Behinderten-WC als auch der Speisewagen. Sämtliche Reservierungen waren auch aufgehoben.

Allerdings war er pünktlich, was gut gewesen ist.

Hab im übrigen gerade Prüfungsvorbereitung für den Bremsprobenberechtigten.

Gruss

Sascha *hallo1*
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Re: zUgausfälle im Raum Tübingen :

Beitrag von Rangierer » Fr 6. Dez 2019, 11:09

Guten Tag zusammen,

vor dem von euch geschilderten Hintergrund erscheint es mir irgendwie als zu kurz gedacht, die Aushilfe der WEG zwischen Horb und Tübingen zum Fahrplanwechsel zu beenden. Oder braucht die WEG das Personal wieder selbst (auf der Schönbuchbahn)?

Gerade deswegen war ja die WEG mit den ex. OLA-Lint eingesprungen um den Betrieb zwischen Horb und Tübingen zu stabilisieren und den RAB in Sachen Personal und Fahrzeuge zu entlasten.


_____________
Hier im übrigen noch eine PM der DB:
DB Regio arbeitet an der Stabilisierung des Zugverkehrs im Nordschwarzwald und auf Ammertal- und Ermstalbahn
Gezielte Leistungsreduzierungen zur Verringerung kurzfristiger Zugausfälle • Ersatzverkehr für die Ermstalbahn am Wochenende • Gewinnung zusätzlicher Personale ist eingeleitet


„Wir wissen, dass wir unsere Fahrgäste auf der Kulturbahn sowie im Bereich der Ammertal- und Ermstalbahn im Hinblick auf die zuletzt gehäuften kurzfristigen Ausfälle und reduzierten Kapazitäten unserer Züge sehr belasten. Aus diesem Grund haben wir uns bis zum Schulbeginn im neuen Jahr für eine gezielte Leistungsreduzierung entschieden“, erläutert David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio in Baden-Württemberg und ergänzt: „Wir können mit den eingeleiteten Maßnahmen leider nicht jeden kurzfristigen Zugausfall ausschließen, wollen die Verlässlichkeit des Fahrplanangebots aber damit deutlich steigern.“

Konkret kommt es ab Freitag, 6. Dezember 2019 bis einschließlich 6.Januar 2020 zu folgenden Einschränkungen im Zugverkehr:

Pforzheim – Horb (Kulturbahn)

Von Montag bis Freitag fahren die Züge hier lediglich im 1-Stunden-Takt. Am Wochenende und während der Weihnachtsfeiertage gibt es keine Einschränkungen.

Metzingen – Bad Urach (Ermstalbahn) mit Einzelleistungen nach Tübingen

Entfall der Züge am Wochenende sowie den Feiertagen 25. und 26. Dezember 2019, 1. sowie 6. Januar 2020. Zwischen Metzingen und Bad Urach gibt es einen Ersatzverkehr mit Bussen. Im Zeitraum Mo-Fr sowie am 24. und 31.Dezember 2019 wird das gewohnte Verkehrsangebot beibehalten.

Die Ursachen für die aktuelle Situation sind einem momentan überdurchschnittlichen Krankenstand beim Fahrpersonal sowie dem bevorstehenden Betreiberwechsel geschuldet. Dazu David Weltzien: „Obwohl unsere Kolleginnen und Kollegen große Einsatzbereitschaft zeigen und derzeit Zusatzdienste übernehmen, können wir nicht alle Schichten abdecken. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Fahrgäste und haben bereits Maßnahmen ergriffen, um die Verkehre in der Region zu stabilisieren.“

Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 kommt es in Baden-Württemberg durch die zweite Inbetriebnahmestufe der Stuttgarter Netze auf zahlreichen Strecken, wie zum Beispiel dem Filstal, zu einem Betreiberwechsel. DB Regio wird einen Teil der dadurch freigesetzten Personale auf anderen Strecken und damit auch in der Region Tübingen zum Einsatz bringen. Da diese Kollegen teilweise für den Einsatz auf den neuen Strecken noch geschult werden müssen, wirkt sich diese Entlastung erst ab Januar vollständig aus. Darüber hinaus wird DB Regio die Rekrutierung von Triebfahrzeugführern im Raum Tübingen weiter vorantreiben und in diesem Zusammenhang auch die Werkstatt Tübingen personell verstärken. „Damit gilt für unsere operativen Personale im Raum Tübingen die klare Botschaft, dass sich aktuell niemand um seinen Arbeitsplatz bei DB Regio Sorgen muss. Wir haben mit dieser Botschaft kürzlich auch alle Mitarbeiter nochmals persönlich angeschrieben“, so David Weltzien abschließend.

DB Regio wird kurzfristig die aktuellen Fahrplantabellen sowie den Fahrplan für den Ersatzverkehr auf www.bahn.de/aktuell zur Verfügung stellen und die Daten in der Reiseauskunft auf www.bahn.de sowie im DB Navigator aktualisieren.
Quelle: https://www.deutschebahn.com/pr-stuttga ... de-4612938

Liebe Grüße,

Tobias
"Man muss die Bahn zu den Menschen bringen und nicht die Menschen zur Bahn!"
Dr.-Ing. E.h. Dieter Ludwig


HIER gibts eine stets aktuell gehaltene Übersicht zu den Fahrzeugen im bwegt Landesdesign

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Re: zUgausfälle im Raum Tübingen :

Beitrag von Vielfahrer » Fr 6. Dez 2019, 14:27

Hallo,

die Ammertalbahn hat mich heute bei der Rückfahrt gerettet. Sie fuhr, wenn auch nur im Abschnitt Herrenberg - Tübingen (Rest nach Bad Urach entfällt). Der Umstieg vom verspäteten IC 2 auf die Ammertalbahn vom Gleis 1 auf 102 in Herrenberg war in 30 Sekunden geschafft, so dass ich mich gerade noch setzen konnte, ehe die Bahn abfuhr.
Der für DB-Regio zuständige Vertragsmanager Herr Kaupper vom RAB ZugBus AlbBodensee GmbH war auf dem Singener Bahngipfele anwesend und hatte die undankbare Aufgabe, die "Versager" von DB-Fernverkehr zu vertreten. In der Sache konnte der dazu nichts beitragen, erwähnte zutreffenderweise aber auch, dass das von ihm zu verantwortende Netz 3b recht stabil läuft, was ich im Wesentlichen bestätigen kann. Ob die KISS-Züge die IC-2 ablösen werden oder nicht und wie es überhaupt weitergeht, dass konnte nicht beantwortet werden. Meinte doch ein Pressevertreter zu mir, er sei selten auf einer Sitzung gewesen, wo auf eindeutig gestellte Fragen völlig andere Antworten gegeben wurden.

Viele Grüße vom Vielfahrer

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