die Bildbearbeitung schreitet langsam voran, wird aber noch eine Weile in Anspruch nehmen. Daher gibt´s mal einen Schwung noch recht aktueller Bilder aus den letzten 14 Tagen, in denen es so langsam richtig herbstlich wird.

Noch wenig vom Herbst zu sehen war am 30.9. in meinem neuen Heimatstadtteil Löbtau als ich auf dem Weg zum Straßenbahnjubiläum die Linie 63 bei besten Lichtverhältnissen an der Haltestelle Clara-Viebig-Straße abpasste.

Unterwegs bot sich bei dem grandiosen Wetter auch das Abpassen anderer Verkehrsträger an wie hier dem Werbebus für die SDG-Bahnen im Dresdner Umland in Diensten des RVD auf der Linie 328 kurz vor seinem Ziel.

Ein Oldtimerbus war auch unterwegs, Fahrpläne hatte ich mir aber keine besorgt und so entstand nur ein Zufallstreffer des Ikarus 66 in den Farben der "VEB Verkehrsbetriebe der Stadt Dresden" an der Liststraße.

An der Strecke Coswig - Dresden-Neustadt wird gerade kräftig gebaut, kommt hier doch im Rahmen des VDE 9/S1-Ausbau eine Trennung von Fern- und S-Bahn zustande, wofür einige Überführungen neu gebaut werden müssen und von alten Bahnhöfe wie Radebeul Ost praktisch nichts mehr übrig geblieben ist. Zwischen Radebeul Ost und Dresden-Neustadt herrscht gerade eingleisige Betriebsführung, die Züge des RE 50 nehmen ab dem Abzweig Pieschen derzeit den Weg über den Neustädter Güterbahnhof bzw. dessen Reste. Die S1 fährt in beiden Richtungen gleich, so dass es mit dieser Begegnung zumindest im Photoshop klappen konnte, wenn auch nur 30 Sekunden zwischen Straßen- und S-Bahn lagen. Die alte Stahlbrücke dürfte in wenigen Monaten auch Geschichte sein.

Hinter der Brücke waren die Bäume schon schön gelb und die rote Werbestrab der Sparkasse ergab einen schönen Kontrast.

Auf dem Rückweg vom Jubiläum gelang mir an der Liststraße dann eine Begegnung ohne Montage, was beim Auslösen gar nicht so einfach ist, wenn sich eine Strab mit 20 km/h nach links und dahinter eine S-Bahn mit 80 km/h nach rechts bewegt.

Auf dem Weg zum Hbf wurde an der Lößnitzstraße noch eine planmäßige 3 abgepasst.
Wie erhofft stand am Hbf die neulackierte 371 001 für den 15 Uhr-EC bereit. Meine auserwählte Stelle in Rathen am Bü Strand lag auch in der Sonne, nur natürlich nicht in den 3 Minuten, in denen der EC dort auftauchte :angryfire: Da schon mehrere Lz Richtung Tschechien gefahren waren und es sonst eher mau war, wechselte ich dann nach gut einer Stunde lieber nach Pirna ins Parkhaus, was sich als richtig herausstellen sollte.

Wenn es schon nicht mit dem ersten Bild der 371 001 klappen sollte dann doch wenigstens ungeplant mit meinem ersten 421er-Bild im Elbtal. In wessen Diensten die Maschine unterwegs war, weiß ich leider nicht.

ITL kam auch schön sauber des Weges.

Nur an Sonn- und Feiertagen lässt sich hier bei guten Lichtverhältnissen auch mal ein Desiro abpassen, wenn nämlich der Wanderexpress Bohemica aus Litomerice abends nach Dresden zurückkehrt.

In die rappelvolle S-Bahn schaffte ich es leider mit meinem Fahrrad nicht mehr, so dass ich auf die Verstärker-S-Bahn 20 Minuten später warten musste. Dabei kam jedoch nochmal ein Knödel mit Gz des Weges, das im goldenen Abendlicht nachgeschossen werden konnte.

Gestern fand noch keine der eigentlich im Stundenplan eingetragenen Übungen statt was Oli und ich zu einem Ausflug nach Nossen nutzen wollten. Leider hielt sich der Hochnebel doch länger als erhofft und auch im Verkehr zum Tanklager in Rhäsa sollte es alles andere als rege laufen. Wenigstens etwas Sonne bekam dieser Desiro bei der Ausfahrt nach Meißen ab, als er das Stellwerk 2 passierte. Im Hintergrund wartet 241 338 darauf, gleich zwei reparierte Kesselwagen umrangieren zu dürfen, worauf die Sonne aber keinen Bock mehr hatte.

Überrascht worden waren wir beim Warten auf der Brücke über den Bahnhof von der Ankunft von 711 117, der defekte Birnen tauschte. Und hiermit kann auch gezeigt werden, wieviele DB-Netzer zum Tauschen einer Glühbirne nötig sind :D

Unbemerkt war die schon den ganzen Morgen im Bahnhof rumstehende 241 353 ins Tanklager Rhäsa gefahren, über den Zaun gelang ein Bild des Werkbahnhofes, der einem kleinen Rest der Strecke Riesa-Lommatzsch-Nossen noch den Betrieb sichert. Die Talfahrt konnte dann noch als Nachschuss an der Muldenbrücke festgehalten werden, ist aber nicht so pralle.
52 8131 konnte am Morgen schon dampfend im Bw gesichtet werden, war dann auf einmal weg und kam später wieder mit 3 Wagen, was wir aber nur aus der Ferne sahen und uns angesichts des immer noch bewölkten Wetters egal war. Wir haben dann abgebrochen und sind zurück nach Dresden, wo sich schon ein großes blaues Loch über der Stadt gebildet hatte, welches noch größer werden sollte. Somit begab ich mich auf die Südhöhe, um dort ein paar Bilder von Bussen mit Stadtkessel im Hintergrund anzufertigen:

Zu den Pausen zwischen den Vorlesungen ist der Andrang in die Buslinien am Campus naturgemäß größer, so dass z.B. auf der Linie 66 zwischen Hauptbahnhof und Südhöhe Verstärker eingesetzt werden wie hier dieser Standard II-Gelenkzug der Firma Taeter Tours, der gleich seine Zielhaltestelle erreicht und wieder ins Tal zurückkehren wird.
In der Nacht war es dann klar, so dass es am nächsten Morgen knackig kalt aber auch schön wolkenfrei war. Da nur eine Übung zu 1. Stunde anstand bot es sich an, gleich die Kamera in den Rucksack zu packen, um danach loszuziehen. Mit Robin und Oli wurde danach spontan eine Tour an die "Sächsisch-Böhmische Semmeringbahn" Pirna-Neustadt-Sebnitz-Bad Schandau unternommen. Erstes Ziel war der LVT-Pendel, das Fahrzeug wird nun doch erstmal länger bei der Städtebahn im Einsatz bleiben und konnte in Lohmen abgepasst werden:

Als nächstes wurde das Sebnitztal angesteuert, wo das Tal hinter Goßdorf-Kohlmühle nur von der Sebnitz, der Bahn, einem Wanderweg und den Kühen genutzt wird. Ein Desiro ist auf dem Weg nach Pirna:

2010 war die Strecke u.a. hier durch eine Flut stark beschädigt worden, die noch recht neue Brücke und der neue Fußgängersteg davor künden davon. Übrigens verlief an dieser Stelle einmal parallel hinter der Normalspurbahn eine Schmalspurbahn, die wenige Meter danach mit einem Viadukt über die Sebnitz und Sachsens einzigen Schmalspurtunnel, beide heute noch begehbar, nach Hohnstein führte. Wenn es mal endlich mit dem Lückenschluss Sebnitz - Dolni Poustevna klappt sollen hier in wenigen Jahren Pesa Link-Triebwagen der CD auf der Linie Rumburk-Sebnitz-Bad Schandau-Decin verkehren.

Mit Robin wanderte ich ein paar Meter das Tal hinauf und positionierte mich an dieser Stelle, um den nächsten talwärtsfahrenden Zug nachzuschießen. Durch den 2h-Takt hat man hier je Stunde nur einen Zug aber auch ausreichend Zeit, sich zu neuen Stellen zu begeben.
Grüße, Hannes


